02.02.2018, 10:32 Uhr

Glettler: „Ein wichtiges Haus für Innsbruck“

In der Notschlafstelle Innsbruck: v.l.: Georg Mackner, Christopher Wikipil, Harald Bachmeier (Tiroler Soziale Dienste GmbH), Landesrätin Christine Baur, Einrichtungsleiterin Andrea Cater-Sax, Bischof Hermann Glettler, Ziaullah Ahmadzia (Mitarbeiter Notschlafstelle) (Foto: Diözese Innsbruck/Sigl)

Bischof Hermann Glettler besuchte TSD-Notschlafstelle

Bis zu 99 Menschen bewahrt Innsbrucks größte Winternotschlafstelle vor eisigen Nächten auf der Straße. Bischof Hermann Glettler lobt bei einem Besuch die Herberge als notwendigen Zufluchtsort für Wohnungslose.

Kurz vor 18 Uhr im Schusterbergweg Innsbruck. Einige warten bereits, dass die Türen der Winternotschlafstelle der Tiroler Sozialen Dienste abermals für die Nacht geöffnet werden. Am 31.01. freut man sich über einen besonderen Besuch: Seit Dezember 2017 ist Hermann Glettler Bischof der Diözese Innsbruck – und seit seiner Weihe setzt er sich in seinem Amt für Menschlichkeit und soziales Engagement ein. An diesem Abend macht er sich ein Bild der Winternotschlafstelle am Schusterbergweg.

Andrea-Cater Sax, Leiterin der Notschlafstelle, öffnet wie jeden Abend um diese Zeit die Tür zur Notschlafstelle und lädt Bischof Glettler, zusammen mit Landesrätin Christine Baur und TSD-Geschäftsführer Harald Bachmeier, zum Rundgang ein. Das zweistöckige Haus bietet 99 wohnungslosen Menschen während der Wintermonate jede Nacht ein Dach über dem Kopf. Hier finden Menschen in prekären Lebenssituationen einen warmen Schlafplatz, sanitäre Anlagen und erhalten abends und morgens eine kleine Stärkung. Die Einrichtung sei auf jeden Fall notwendig, meint Harald Bachmeier während des Rundgangs: „In diesem Winter haben wir bis jetzt etwa 5.000 Nächtigungen.“

Glettler: „Bin dankbar für wichtigen Knotenpunkt des sozialen Netzes“

„Wir sind hier sehr niederschwellig“, erklärt Andrea-Cater Sax. „Alle, die einen Platz brauchen und sich an die Hausregeln halten, bekommen ihn auch.“
Im Gespräch mit MitarbeiterInnen der Unterkunft zeigt sich Bischof Hermann Glettler beeindruckt: „Diese große Notschlafstelle zählt zu den wichtigsten Häusern in Innsbruck. Die Aussage ‚Hier ist kein Platz für dich‘ gibt es dort nicht. Auch wenn in einer Nacht die Bettenplätze nicht ausreichen, wird improvisiert, um niemanden abweisen zu müssen. Ich bin äußerst dankbar für diesen wichtigen Knotenpunkt des sozialen Netzes in unserer Landeshauptstadt, der mit hoher Professionalität und menschlicher Wärme zugleich geführt wird.“

„Ich bin Bischof Hermann Glettler sehr dankbar für seinen Einsatz zugunsten von Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben. Denn nur gemeinsam können wir das Problem der Wohnungslosigkeit lösen“, betont Soziallandesrätin Christine Baur.

Bis zum 15. April öffnet die Winternotschlafstelle am Schusterbergweg 73 täglich ab 18:00 für wohnungslose Menschen ihre Tore. Die Tiroler Sozialen Dienste sind dankbar, in Bischof Hermann Glettler und der Diözese Innsbruck in ihrem Einsatz für Schutzbedürftige so prominente Unterstützung gefunden zu haben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.