10.04.2017, 08:32 Uhr

Telefonseelsorge 142 – Hier hört ein Mensch

15.640 Anrufe, 2900 Mails und 152 Chats im Jahr 2016 in der Diözese Innsbruck

Beziehungsprobleme, Einsamkeit und psychische Erkrankungen waren die Hauptthemen, mit denen sich Tirolerinnen und Tiroler im Jahr 2016 an die Telefonseelsorge gewendet haben. Auch akute Lebenskrisen und Suizid sind Anlässe die Telefonseelsorge zu kontaktieren.

„Hier hört ein Mensch“ ist der neue Slogan der Telefonseelsorge. Dieser Mensch, der am anderen Ende der Leitung sitzt, hört zu, geht mit und versucht zu entlasten. 80 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, die für diesen Dienst gut ausgebildet und vorbereitet werden, sind 365 Tage im Jahr für die Anrufenden da.

15.640 Gespräche wurden allein in Tirol im Jahr 2016 geführt. Dazu kamen noch in Kooperation mit den anderen acht Telefonseelsorgestellen in Österreich 2900 Mails und 2016 ganz neu 152 Chats. Je nach Vorliebe kann also per Telefon, per Mail oder per Chat Kontakt aufgenommen werden. Chattermine können über die Homepage der Telefonseelsorge www.telefonseelsorge.at gebucht werden.

Meiste Kontakte mit Menschen zwischen 40 und 60 Jahren

Am häufigsten rufen Menschen zwischen 40 und 60 Jahren an. In der Onlineberatung sind es überwiegend Menschen zwischen 20 und 40 Jahren. Zwei Drittel der Menschen, die sich an die Telefonseelsorge wenden, sind Frauen. Doch auch der Anteil der Männer steigt.

Die Leiterin der Telefonseelsorge Innsbruck, Astrid Höpperger, zum Angebot: „Die Erfahrung zeigt, dass Reden bzw. Schreiben und Chatten hilft: Wenn ich das, was mich belastet, aussprechen oder niederschreiben kann, dann kann ich es schon dadurch selbst besser begreifen. Schnelle Lösungen und Antworten gibt es in schwierigen Lebenssituationen nicht.“
Höpperger weiter: „Viel öfter ist es ein gemeinsames ‚Rasten‘ auf einem belasteten Weg – im Miteinander sein ein Stück zur Ruhe zu finden. Und – dem Betreffenden wenigstens für eine kurze Zeit das Gefühl zu geben, nicht allein zu sein.“
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