10.10.2017, 15:34 Uhr

Wahlspruch des neuen Bischofs Hermann Glettler: Geht, heilt und verkündet!

BIschof Hermann Glettler / Gebet im Dom St. Jakob / Innsbruck / 27.09.2017 / @Vanessa Weingartner-Rachlé/Diözese Innsbruck (Foto: Vanessa Weingartner-Rachlé)

Bischofsweihe am 2. Dezember um 12 Uhr in der Olympiahalle Innsbruck

INNSBRUCK (dibk). Zwei wichtige Entscheidungen für die Bischofsweihe Hermann Glettlers sind gefallen. Die Feierlichkeiten finden am Samstag, 2. Dezember 2017 um 12 Uhr in der Olympiahalle Innsbruck statt. Viele TirolerInnen haben sich auch Gedanken zum neuen Wahlspruch des Bischofs gemacht.

Der designierte Bischof hat schon bei seiner offiziellen Vorstellung in Innsbruck gesagt: „Kirche sind wir alle. Wir brauchen eine Kirche die Räume öffnet und mit einer neuen Entschiedenheit für alle Menschen Platz macht. Das gilt für die Erfolgreichen, aber besonders auch für jene, die an den Rand gedrängt sind.“ In den beiden Entscheidungen macht er klar: „Kirche muss auf die Menschen zugehen.“

Bis zu 4000 Mitfeiernde in der Innsbrucker Olympiahalle möglich

Schon wenige Tage nach der Ernennung Gletters zum Bischof von Innsbruck wurde klar, dass das Interesse an der Bischofsweihe sehr groß ist. Auch Gäste aus der Steiermark werden für die Feierlichkeiten erwartet. Der Innsbrucker Dom stößt mit 750 BesucherInnen an die Grenzen seiner Kapazität. Als einzige Möglichkeit, die Bischofsweihe als ein Fest für alle zu gestalten, bietet sich in Innsbruck die Olympiahalle an. Diese steht in der Öffentlichkeit für einen Ort der Vielfalt und Begegnung und war bereits in der Zeit von Bischof Rusch schon Gottesdienstraum. Bis zu knapp 4000 Menschen können daher am 2. Dezember mit Hermann Glettler bei seiner Bischofsweihe direkt mitfeiern.
Die Kollekte bei der Bischofsweihe soll der neu errichteten Notschafstelle in Innsbruck und dem Caritas-Integrationshaus zukommen.

Dom zu St. Jakob ist die Hauptkirche der Diözese

Der Dom zu St. Jakob in Innsbruck wird am Tag der Bischofsweihe eine zentrale Rolle spielen. Der Dom ist Haupt- und Mutterkirche der Diözese und der Ort, von dessen Kathedra (Sitz) aus der Ortsbischof die mit seinem Amt verbundenen Aufgaben der Verkündigung, des liturgischen Dienstes und der pastoralen Hirtensorge wahrnimmt. Um 19 Uhr wird der neugeweihte Bischof dort einer feierlichen Vesper zum Adventbeginn vorstehen. In diesem Rahmen ist auch der Landesübliche Empfang am Domplatz geplant.

Wahlspruch: EUNTES CURATE ET PRAEDICATE - Geht, heilt und verkündet

Eine Entscheidung hat der designierte Bischof auch zu seinem Wahlspruch getroffen. Er lautet: „EUNTES CURATE ET PRAEDICATE - Geht, heilt und verkündet“ Glettler versteht diesen Spruch als zukünftiges Motto für die Diözese Innsbruck und möchte damit bewusst an das Motto des Diözesanjubiläums 2014 anknüpfen, dass unter dem Motto ‚Aufbrechen‘ stand.
Der Wahlspruch ist dem Matthäus Evangelium entnommen, wo Jesus die Wahl der zwölf Jünger trifft und diese für die Mission anweist: „Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“
„Es ist der Auftrag des Evangeliums sich auf den Weg zu machen, füreinander in einer herzhaften Sorge da zu sein und von der Hoffnung zu sprechen, die uns geschenkt wurde.“ Gleichzeitig dankte Glettler allen, die sich an der Findung des Wahlspruchs beteiligt hatten. Die Vielzahl der Vorschläge führte letztlich zum Wahlspruch, der die Dynamik des Diözesanjubiläums weiterführt.
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