10.10.2017, 12:19 Uhr

Studie zeigt Übergewicht bei Österreichischen Kindern und Jugendlichen

Fettiges Esse verursacht meist gefährliches Übergewicht. (Foto: pixabay.com)

Das gefährliche Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen steigt immer höher. Österreich liegt mit seiner Steigungsrate im mitteleuropäischen Trend, allerdings sind Buben eher betroffen als Mädchen.

TIROL. Am 11. Oktober ist Welt-Adipositas-Tag und passend dazu brachte nun eine Studie das Ergebnis von 40 Jahre lang erhobenen Daten heraus. Hier wurden Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren auf Über- und Untergewicht untersucht. 
Auch Tiroler ForscherInnen waren an dieser Langzeitstudie beteiligt, die ein erschreckendes Ergebnis aufweist. 2016 waren 124 Millionen Kinder Und Jugendliche weltweit adipös, dagegen 192 Millionen Kinder und Jugendliche untergewichtig
Die Berechnung des Übergewichts wurde anhand der Grenzwerte der WHO durchgeführt, da man nicht wie bei Erwachsenen den Body Mass Index heranziehen kann. Je nach Alter und Geschlecht der Kinder unterscheiden sich die Grenzwerte. 

Diese "Gewichts-Schere" zwischen Übergewicht und Untergewicht soll, nach Meinung der Forscher bis 2022 zunehmen. 

Der Anteil übergewichtiger Buben ist in Österreich von 1975 mit 2,8 Prozent auf 11,3 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Im Vergleich zu den USA steht Österreich allerdings noch recht gut da. In den Vereinigten Staaten sind es 23,3% der Buben die an Übergewicht leiden. 

Das Untergewicht bei Kindern und Jugendlichen, ist vor allem auf Mangelernährung zurück zu führen. Dies kommt in den südasiatischen Ländern wie Indien oder teils in afrikanischen Staaten vor. Österreich hat das Glück, lediglich 2,2% Buben und 1,7% unterernährte Mädchen zu haben. Die Studie weist hier auch darauf hin, dass das Untergewicht in Industrieländern vor dem Hintergrund wachstumsbedingter Gewichtsentwicklung zu sehen ist. 

Die Forscher der Studie weisen auf das hohe Risiko der Krankheit Adipositas hin. Mögliche Gefäßveränderungen führen im späteren Alter zu Arteriosklerose oder Diabetes, was wiederum ein Risiko für Herz-Kreislauferkrankung darstellt. 

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Ernährungsberatung für übergewichtige Kinder startet in Wörgl
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.