18.10.2017, 23:03 Uhr

Was, wenn der Verfassungsgerichtshof zur "Ehe für alle" JA sagt?

Innsbruck: HLT | JA – es gibt heute die verschiedensten Formen des Zusammenlebens und das ist in einer freien Demokratie gut so.

Lebensgemeinschaften:

Eine Form des Zusammenlebens, in der die PartnerInnen durch Partnerschaftsverträge, Testamente und Vorsorgevollmachten die Rahmenbedingungen ihrer Beziehung selbst festlegen.

Eingetragene Partnerschaften:

Dabei regelt der Staat die gesetzlichen Grundlagen für das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare. Diese Lebensform ähnelt bereits in vielen Einzelheiten der einer Ehe.

Ehe:

Diese gesetzliche Regelung des Zusammenlebens heterosexueller Paare gibt es seit Jahrtausenden. Sie gilt als Grundlage für den Fortbestand der Menschheit und einer generationenorientierten Gesellschaft. Der Ehevertrag (ABGB § 44) sieht vor, dass "zwei Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen erklären, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beistand zu leisten."

Was passiert?:

Es wäre zu einfach und zu billig, würden sich die VerfassungsrichterInnen in ihrem Entscheid auf die von den einschlägigen Organisationen verlangte Vereinheitlichung "Ehe für alle" festlegen. Es entspräche letztlich dem verfassungsmäßigen Aus einer Lebensform, die sich zur Fortpflanzung mit all ihren Konsequenzen aktiv bekennt. Diese Form muss jedoch genauso geschützt, wenn nicht sogar gefördert werden. Ansonsten würde sich diese generationenerhaltende Gruppe von Menschen herabgesetzt und diskriminiert fühlen. Jetzt schon werden sie oft als „ewig gestrige“ klassifiziert, wo doch die Lebensform einer klassischen Ehe und der daraus hervorgehenden Familie die besten Zukunftschancen besitzt.
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