29.09.2017, 16:33 Uhr

25 Jahre Tiroler Hospizgemeinschaft – für die, die gehen und die, die bleiben

Die ehrenamtliche Vorsitzende der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Dr. Elisabeth Zanon, und GF Mag. Werner Mühlböck MBA informierten im Rahmen einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Dinge und für die Zukunft Geplantes
Innsbruck: Innsbruck |

Vor einem Vierteljahrhundert machte sich eine kleine Gruppe engagierter TirolerInnen auf den Weg. Ihre Vision war es, dass "das Sterben wieder ein Teil des Lebens werden kann".

INNSBRUCK/TIROL (tk). Die Tiroler Hospizgemeinschaft ist ihrem Grundstz treu geblieben und arbeitet täglich daran, schwer kranken und sterbenden Menschen beizustehen. Wenn nötig, bis zu ihrem letzten Atemzug: Medizinisch, pflegerisch, sozial und menschlich. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag zogen die derzeit ehrenamtlich Vorsitzende der Tiroler Hospizgemeinschaft, Dr. Elisabeth Zanon und GF Mag. Werner Mühlböck MBA anlässlich des heurigen 25-Jahr-Jubiläums eine erfolgreiche Zwischenbilanz.

Die inneren Werte sind gleich geblieben

"Es geht um das Leben und darum, dass es qualitäts- und würdevoll betreut sein sollte. In einer entsprechenden Einrichtung oder ambulant Zuhause. Liebe und Geborgenheit braucht der Mensch auch, wenn er das Leben verlässt", so Zanon, die die Tiroler Hospizgemeinschaft in diesem Zusammenhang auch als einen "Stachel in der Gesellschaft" bezeichnete, der darauf aufmerksam machen will, wo rund um dieses "Tabuthema" noch Probleme liegen.
Alles in allem aber, geht die Entwicklung der Tiroler Hospizgemeinschaft seit 25 Jahren in die absolut richtige Richtung: "Das Vertrauen der Bevölkerung ist groß. Das sieht man unter anderem an der hohen Spendenbereitschaft zugunsten des gerade in Bau befindlichen, neuen Hospizhauses in Hall in Tirol. Das Vertrauen spiegelt sich aber auch im kontinuierlichen Wachstum der Tiroler Hospizgemeinschaft wieder: Betreuten im Jahr 1997 noch 5 Haupt- und 8 ehrenamtliche MitarbeiterInnen 32 PatientInnen intensiv, so waren es 2016 schon 72 Haupt- und 234 (!) ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die sich über Tage, Wochen oder Monate um 554 PatientInnen kümmerten. Flächendeckend im ganzen Land. Wie schon anhand der Zahlen erkennbar ist, ist auch das Interesse an der ehrenamtlichen Tätigkeit im Hospiz mittlerweile riesig. "Schon lange kann so auch die  - in diesem Bereich essentielle und existenzielle - 24-Stunden-Betreuung angeboten werden", ergänzte Mühlböck.

Regionale Versorgung gewährleisten und verbessern

Zu den erklärten Zielen für die Zukunft gehört es unter anderem, die Palliativ- und Hospizbegleitung qualitätsvoll auszubauen und die Vernetzung mit Pflegeheimen etc.  weiter voran zu treiben.

Franui spielt Benefizkonzert

Die Musicbanda Franui spielt am Sonntag, den 8. Oktober 2017 ab 19.30 Uhr im Saal Tirol des Innsbrucker Congress ein Benefizkonzert zugunsten des Hospizhauses Tirol. Karten gibt es bei allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen und online unter www.oeticket.com. Telefonisch ist die Bestellung unter 01/96096 möglich.

Geschichtliches

1992 Vereinsgründung mit einem kleinen Büro in der Caritas
1993 begleitete das erste Mobile Hospizteam sterbende Menschen zu Hause
1998 wurde die Hospizstation mit acht Betten eröffnet
Anfang der 2000er erfolgte die Überführung in eine Krankenanstalt, dank der ein Aufenthalt auf der Station nicht mehr privat zu bezahlen war
2014 stieg die Bettenanzahl auf 14
2016 Grundsteinlegung für das neue Hospizhaus Tirol
2017 wird das 25-Jahr-Jubiläum gefeiert
2018 geplante Übersiedelung in das neue Hospizhaus in Hall in Tirol

Unterstützung

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft bietet Trauernden unterschiedliche Unterstützungmöglichkeiten.
* Trauergruppen: Montag, 9. Oktober 2017, 18.30 Uhr in Innsbruck und Dienstag, 10. Oktober 2017 um 19 Uhr in Wörgl
* Einzelgespräche für Trauernde mit qualifizierten TrauerbegleiterInnen
* Trauerräume rund um Allerheiligen in Innsbruck, Untermieming, Matrei am Brenner, Zell am Ziller, Inzing und Längenfeld
Anmeldung und Informationen unter Tel.: 05 7677-412 oder auf www.hospi-tirol.at
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