19.10.2016, 16:15 Uhr

Am Klettersteig präsentierte die Bergrettung ihre Jahresbilanz

Eine außergewöhnliche Pressekonferenz: Die Bergrettung präsentierte am Peter-Kofler-Klettersteig ihr Können, um am Ziel Bilanz zu ziehen und das neue Förderermagazin vorzustellen.

In St. Jodok – bei Nebel und Nieselregen – lud die Bergrettung die Presse zum Gespräch auf den Peter-Kofler-Klettersteig.

TIROL. "Das Wetter ist ideal" – meinten die Bergretter, die auf die eintreffenden Pressevertreter in St. Jodok in Regenjacke warteten "das ist unser normales Einsatzwetter". Das Tal in Nebel und Regen gehüllt ging es gemeinsam auf den Peter-Kofler-Klettersteig. Hier konnten die Redakteure nicht nur am eigenen Leib erleben, bei welcher Witterung die 4.400 ehrenamtlichen Mitglieder der Bergrettung desöfteren ausrücken müssen, es wurde auch eine spektakuläre Rettungsaktion mit Liege und zahlreichen Bergrettern nachgestellt.


Trend: Mehr Unfälle beim Wandern und Mountainbiken

Laut Statistik des Zeitraumes 1.1.2016 – 11.10.2016 wurde die Tiroler Bergrettung zu 2.077 Einsätzen gerufen, das im Vergleich zum letzten Jahr (gleicher Zeitraum) um 7 Prozent mehr war. Besonders Bergrettungseinsätze bei Wander-, Klettersteig- und Mountainbikeunfällen hat sich im Vergleich zum Vorjahr drastisch gesteigert. Noch immer führen jedoch Skiunfälle die Tabelle der Gesamteinsätze an (705), gefolgt von Wanderunfällen (593), Suchaktionen (93), Mountainbikeunfällen (95), Klettersteigunfällen (63) und Lawinenunfällen (8). 2015 leisteten die Bergretter damit knapp 26.000 Einsatzstunden.
Um die 92 Ortsstellen der Bergrettung auch fit zu halten, werden ständig Schulungen und Übungen abgehalten, unter anderem auch im Ausbildungszentrum Jamtal.


Neues Magazin für Förderer

Die Begrettung – wie jeder Verein – ist von ihren Förderern abhängig. Daher wollte man an diesem Dienstag auch ein Augenmerk legen: Wie funktioniert das eigentlich und was bekomme ich für einen Förderbeitrag? Für eine Spende von jährlich 24 Euro unterstützt man nicht nur die Tiroler Bergrettung, sondern sichert sich (und der Famile) damit auch weltweite Bergungskosten. Auch wurde das neue – jährlich erscheinende – Fördermagazin vorgestellt. Der Relaunch ist breitflächig angelegt: Nicht nur der Umfang hat zugelegt, auch spannende Bilder, Reportagen und mehr Informationsgehalt erwartet die Fördermitglieder. Hier bekommen sie einen Einblick ins neue Magazin.


Neue Webseite geht zur Alpinmesse online

Rechtzeitig zur Alpinmesse (29.-30. Oktober) wird auch die neue Webseite der Bergrettung online gehen. www.bergrettung.tirol


Bergrettung Tirol in Zahlen

Mitgliederzahl: 4.400 (143 Frauen)
Ortsstellen: 92
Einsätze: 2.149
Einsatzzeit: 25.918
Haupt-Unfallursache: Skifahren, Wandern
Durchgeführte Schulungen: 2.848
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