07.06.2017, 10:21 Uhr

Ampel wird ständig übersehen

Die rote Ampel in der Mitte ist das Problem. Von der Kaufmannstraße kommend soll sie das Rechtsabbiegen untersagen.

Aufmerksamer Anrainer versucht (bislang) vergeblich auf Missstände nahe dem Ostfriedhof hinzuweisen.

"Ich sitz' hier fast täglich. Manchmal über eine Stunde", schildert Kajetan Kaiblinger. Seitdem sein betagter Hund Nero nicht mehr so gerne weite Strecken läuft, verbringen die beiden ihre Tage oft auf einer gemütlichen Parkbank an der Ecke Kaufmannstraße/Amraser Straße. "Nero ist zwar nicht mehr so fit wie früher, aber er beobachtet gern", schmunzelt Kaiblinger.

Häufige Übertretungen

Deutlich ernster wird seine Miene, wenn er erzählt, was er an dieser Kreuzung immer zu sehen bekommt. "Ich glaube, hier steht eine der meistignorierten Ampeln in der ganzen Stadt", ärgert sich der Anrainer. Tatsächlich befindet sich an der Kreuzung eine temporäre Ampel, die immer dann auf Rot stellt, wenn sich eine Straßenbahn im Haltestellenbereich befindet, oder die Fußgänger Grün haben. "Dieses Signal wird ständig ignoriert oder übersehen. Hochgerechnet sind es wohl 30 Pkw pro Tag, die ohne anzuhalten drüberfahren", rechnet Kaiblinger vor.

Beschwerden erfolglos

Immer wieder habe er dadurch gefährliche Situationen mit ansehen müssen. "Gerade wenn sich Kinder an der Haltestelle befinden", schildert der aufmerksame Beobachter. Pflichtbewusst habe er diese Missstände sowohl den IVB als auch Polizei und Stadt gemeldet, wurde aber überall abgewimmelt. "Hier sei noch nie etwas passiert, war die Begründung", ärgert sich der Anrainer. Vizebgm. Sonja Pitscheider bestätigt dem STADTBLATT, dass man in ihrem Büro eine entsprechende Beschwerde erhalten habe. "Wir werden die Situation vor Ort noch einmal prüfen lassen. In jedem Fall sind wir für derartige Anregungen dankbar", versichert sie.
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