10.01.2018, 09:53 Uhr

Asylbewerber engagieren sich in Gemeinden

Geholfen wird oft in Seniorenheimen der Gemeinden. (Foto: pixabay.com)

Statt die Zeit mit Warten zu verbringen, helfen Asylsuchende in ihren Gemeinden aus. Das Ergebnis ist eine bessere Integration sowie eine gegenseitige Wertschätzung. Ausgeholfen wird in Bauhöfen, in SeniorInnenheimen, bei Forstwegen oder auf Sportplätzen. Überall wo eine helfende Hand benötigt wird, sind die Schutzsuchenden am Werk.

TIROL. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn "tatenlos den Tag verbringen zu müssen" ist keine gute Lösung so Soziallandesrätin Christine Baur. Baur setzt sich zudem dafür ein, dass Asylbewerbern der Zugang zum Arbeitsmarkt geöffnet wird. Sie sieht darin einen weiteren wichtigen Integrationsschritt.

Die gemeinnützige Arbeit ist für die Asylbewerber eine willkommene Abwechslung und bietet zudem die Möglichkeit des sozialen Engagements. Nebenbei kommt man mit den Einheimischen ins Gespräch und kann Kontakte knüpfen. Bestimmte Rahmenbedingungen legen fest, welche Tätigkeit die Schutzsuchenden verrichten dürfen. Zum Beispiel muss die Arbeit ausschließlich dem Gemeinwohl dienen und darf nicht mit einem gewerblichen Unternehmen in Konkurrenz stehen. 

500 freiwillige Helfer

Das abwechslungsreiche Angebot für gemeinnützige Arbeit wird gut angenommen. Bereits über 500 AsylbewerberInnen in Tirol setzen sich für das Gemeinwohl ein. Es ist eine Win-win-Situation: Die Einheimischen vergessen ihre Vorurteile und den Asylsuchenden wird die Integration erleichtert. Zudem merkt Jakob Wolf, Bürgermeister der Gemeinde Umhausen an, dass ein solches Engagement später helfen wird, "rasch Arbeit zu finden".

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