13.11.2017, 16:04 Uhr

Aufrüsten gegen Einbrüche

Roland Schweighofer vom Landeskriminalamt gab Tipps zum Thema Einbruch sowei Trick- und Internetbetrug

Wie sich SeniorInnen vor Einbrechern, Trickbetrügern, Taschendieben und anderer Kriminalität schützen können.

INNSBRUCK. Insgesamt seien Einbrüche in letzter Zeit zwar zurückgegangen, die frühe Dunkelheit rufe aber auch heuer wieder Dämmerungseinbrecher auf den Plan, so Roland Schweighofer vom Landeskriminalamt. Passend zum Thema gab es letzten Mittwoch eine Informationsveranstaltung der Stadt Innsbruck speziell für SeniorInnen, an der rund 30 Interessierte teilnahmen. Dass bei einem Einbruch im Eigenheim meist nicht der materielle Schaden im Fokus stehe, sondern vielmehr die angeschlagene Psyche der Betroffenen, erklärte Schweighofer gleich zu Beginn: "Die Angst, dass der Täter zurückkommen könnte, hält an und führt in manchen Fällen sogar bis zum Wohnungs- oder Hausverkauf."

Kostenlose Beratung

Betroffen seien nicht nur ältere Menschen, aber durch Angewohnheiten wie Schlüssel auflegen oder schlechte Sperrverhältnisse zuhause eher gefährdet. "Speziell jetzt in der dunklen Jahreszeit kommt es vermehrt zu Dämmerungseinbrüchen. Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit können die Täter bereits im Vorfeld auskundschaften, ob jemand zuhause ist oder nicht", so Schweighofer. Doch dagegen könne man sich mit einigen Sicherheitsvorkehrungen rüsten. All jenen, die sich in ihrem Zuhause nicht sicher fühlen, empfiehlt der Sicherheitsexperte einen kostenlosen Beratungs- und Besichtigungstermin des Landeskriminalamts in Anspruch zu nehmen. Dabei werden Wohnungen und Häuser genauer unter die Lupe genommen und eventuelle Schwachstellen (Fenster, Türen etc.) aufgezeigt.

Vorsicht im Internet

Schweighofer warnt auch vor Internet- und Trickbetrügern. Besonders der bekannte Neffentrick sei trotz zahlreicher Aussendungen der Polizei immer noch beliebt, um an das Geld von älteren Menschen zu kommen. Davon würden sich aber auf keinen Fall nur demente Opfer täuschen lassen. Wie hoch die Dunkelziffer wirklich ist, sei unklar, da sich die Opfer im Nachhinein oft schämen. Ebenfalls aktuell seien laut Polizei sogenannte Ping-Anrufe, bei denen die Täter mit einer ausländischen Telefonnummer kurze Telefonanrufe absetzen. Ruft man zurück, könne das mit einer extrem hohen Telefonrechnung enden. Schweighofer rät jedenfalls unter dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sowohl im Internet als auch in Alltagssituationen z. B. bei Bankgeschäften eine gewisse Achtsamkeit an den Tag zu legen. Dann sei die Wahrscheinlichkeit, in die Opferrolle zu kommen, laut ihm schon relativ gering.
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