24.10.2016, 11:58 Uhr

Bäuerinnen-Aktionstag:„Landwirtschaft zum Anfassen“

Links die beiden Lehrpersonen Carmen Grissemann-Lechner und Florian Fuchs, rechts die Ortsbäuerin Renate Wechselberger und Landesbäuerin Resi Schiffmann.
Innsbruck: Innsbruck | Unter dem Motto „Unser Essen- Gut zu wissen wo´s herkommt“ informierten Bäuerinnen beim Aktionstag in Volksschulen über die hohe Qualität und Herkunft der Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft. Der bundesweite Bäuerinnen-Aktionstag fand heuer am 14. Oktober statt.

Warum ist Milch gut fürs Köpfchen? Weshalb schmecken nicht alle Äpfel gleich? Wieviel Heu frisst eine Kuh? Die Bäuerinnen in den Volksschulklassen sind es gewohnt solche Fragen zu beantworten. 230 Tiroler Bäuerinnen waren im Einsatz und haben beim Bäuerinnen-Aktionstag rund um den Welternährungstag (16. Oktober) 6.000 Volkschüler mit einem praxisbezogenen Programm über die Herkunft und Qualität der Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft informiert.

„Österreichs Bäuerinnen ist es wichtig, den Kindern den Mehrwert regionaler Lebensmittel aufzuzeigen und sie über Gütesiegel und Herkunft zu informieren. Wenn in Österreich jeder Volksschüler weiß, woher die Zutaten seines Jausenweckerls kommen, wie man Butter macht und wieviel Arbeit hinter einem Liter Milch stecken, erhalten die ´Taferlklassler` einen wertvollen Einblick in die Arbeitswelt einer Bäuerin und über den eigentlichen Wert von Lebensmitteln“, freuen sich Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann und Tirols Landesbäuerin Resi Schiffmann über das große Interesse von Lehrern und Schülern.

Realistisches Bild der Bäuerinnenarbeit herzeigen

„Sowohl in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern wird den Kindern häufig ein recht romantisches Bild vom Leben am Bauernhof vermittelt. Es werden Sehnsüchte geweckt, die mit der Realität oft gar nicht zusammenpassen und somit ist das Unverständnis vorprogrammiert. Hier gilt es gegenzusteuern. Wir möchten Einblicke in unsere Arbeit geben und aufzeigen, wie viel Arbeit hinter einem Stück Brot oder 1 Liter Milch stecken. Mit dem Aktionstag in 1. Volksschulklassen wollen wir bei den Kindern das Interesse und das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel sowie für die landwirtschaftliche Produktionsweise wecken. Die Kinder sollen bei einer gemeinsamen Verkostung erleben, dass gesunde Ernährung mit Produkten aus der Region auch besonders gut schmeckt!“, betont Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann.

Aktionstag am 14. Oktober: Bäuerinnen zeigen, wo´s Essen herkommt

Der Bäuerinnen-Aktionstag hat einen hohen Stellenwert in der Öffentlichkeitsarbeit und ist eine gute Ergänzung zu den bestehenden Projekten der heimischen Bäuerinnen: „Schule am Bauernhof findet direkt auf den Höfen in der Region statt. Hier erfolgt die Terminvereinbarung direkt mit Bäuerinnen und Bauern. Bei „Landwirtschaft macht Schule“ kommen Bäuerinnen gerne in die Neuen Mittelschulen und informieren die Kinder über heimische Lebensmittel. Heuer neu in Tirol bereiten die Bäuerinnen auch mit den Kindern einen Tiroler Burger aus selbstgebackenem Brot und Jahrlingsfaschiertem zu. Nähere Infos dazu erhalten Sie unter www.schuleambauernhof.at und www.baeuerinnen.at
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.