26.05.2017, 10:26 Uhr

Baustellendrama in der Reichenau

Rose Marie Tomeinschitz ist seit Jahren in der Reichenau als Friseurin tätig. Nach vielen Rückschlägen kann sie wieder aufatmen.

Exemplarisch für die Baustellensituation in der Reichenau ist das Schicksal des Friseursalons Rose Marie.

INNSBRUCK. Baustelle vor der Tür, Baustelle hinter dem Haus: So sah es rund um den Friseursalon Rose Marie in der Reichenauer Straße monatelang aus. Der Lärm und der Staub, der mit dem Tiefgaragenbau der Neuen Heimat Tirol (NHT) und den unterirdischen Sanierungsarbeiten im Zuge des Straßenbahnausbaus einhergegangen sind, waren nur einige unangenehme Nebeneffekte der Baustellensituation. Im Feber kam aber das echte Drama: Während Aufschüttungsarbeiten zum Tiefgaragenbau knackste plötzlich der Boden. Die Fliesen kamen – "wie bei einem Erdbeben" – hoch und brachen im Herrensalon auseinander. Sofort wurde dieser Bereich des Salons geräumt: Monatelang musste er gesperrt bleiben. Zahlreiche KundInnen blieben aus, die Arbeitsstunden des Personals mussten runtergeschraubt werden. Somit konnten zumindest die vier Arbeitsplätze erhalten bleiben. Andere Geschäfte haben – wegen der Baustellensituation – längst zugesperrt oder sind umgezogen.


NHT großzügig

Monatelang war man mit der Neuen Heimat Tirol – Vermieterin des Gebäudes, in welchem sich der Friseursalon befindet – im Clinch. Wie Franz Tomeinschitz – er ist der Bruder der Besitzerin und leitet die Geschicke des Salons – erklärt: "Es gab zahlreiche Fehlhandlungen der NHT. Das psychische Gefühl durch das Ausbleiben der Kunden ist niederschmetternd gewesen." Zumindest hat sich das erledigt: Die NHT hat der Friseurin ein großzügiges Angebot gemacht. Nun kann die Besitzerin zumindest in dieser Hinsicht aufatmen: Der Salon wird rundum saniert und am 31. Mai kann dann die Eröffnungsfeier über die Bühne gehen.


Weitere Baustellen

Die Baustellensituation vor der Haustür – Stichwort: neue Straßenbahn – wird in Zukunft noch Unannehmlichkeiten bereiten. Besonders verlorengegangene Parkplätze tun der Wirtschaft in diesem Gebiet alles andere als gut. "Diese Baumaßnahmen dienen in Zukunft der gesamten Bevölkerung, aber zwischenzeitlich führt dieses Tohuwabohu bei den betroffenen Unternehmern zu wirtschaftlichen Folgeschäden und Ausblutungen", ist sich Tomeinschitz sicher. Er zumindest bleibt kämpferisch und wird auch den nächsten Hürden nicht aus dem Weg gehen.
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