08.09.2016, 07:41 Uhr

BBT - Ausschreibungen für das nächste Baulos beginnen im September

Der Aufsichtsrat der Brenner Basistunnel Gesellschaft (BBT SE) hat den Bauabschnitt (das Baulos) Pfons-Brenner freigegeben. (Foto: BBT)

Die Ausschreibungen für den Bauabschnitt Pfons-Brenner beginnen im September. 2026 soll der Brenner Basistunnel in Betrieb gehen. Der BBT wird der längste Eisenbahntunnel der Welt.

TIROL. Der Brenner Basistunnel soll 2026 in Betrieb gehen. Das Bauprojekt ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in Europa. Mit dem Tunnel soll das Verkehrsaufkommen durch Tirol eingedämmt werden.

Baulos Pfons-Brenner

Kürzlich erfolgte beim Bau des Brenner Basistunnels (BBT) die Freigabe für das Baulos Pfons-Brenner. Noch im September finden die Ausschreibungen statt. Das Gesamtvolumen der Arbeiten dieses Abschnitts betragen rund 1,4 Milliarden Euro. Das Baulos (Bauabschnitt) Pfons-Brenner ist das Herzstück des BBT, so Landeshauptmann Günther Platter. Der Bau des neuen Abschnitts beginnt beim Zugangstunnel Wolf. Von hier wird Richtung Innsbruck aber auch Richtung Brenner gebaut. 2017 soll dieses Baulos fertig sein. Die Arbeiten am Baulos Tulfes-Pfons laufen in der Zwischenzeit weiter. Dieser Abschnitt soll 2019 beendet werden.

Zum Brenner Basistunnel

2026 soll der Brenner Basistunnel in Betrieb genommen werden. Er ist die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Auf der Nordtiroler Seite sind über 600 Bauarbeiter bei diesem Projekt beschäftigt. Bis jetzt sind 35 Kilometer Tunnel zwischen Tulfes und Wolf ausgebrochen.

Die Gesamtkosten werden sich auf rund zehn Milliarden Euro belaufen. 50 Prozent der Planungskosten und 40 Prozent der Baukosten werden von der Europäischen Union finanziert. Die restlichen Kosten übernehmen je zur Hälfte Italien und Österreich. Das Land Tirol investiert 190 Millionen Euro in dieses Großprojekt.

Neben der Verbesserung der Luftqualität bringt der Brenner Basistunnel noch weitere Vorteile. Durch wesentlich schnellere Beförderung von Personen und Gütern von Innsbruck nach Bozen steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn gegenüber dem Personen- und Güterverkehr auf der Straße. Die Personenzüge werden mit 250 km/h und die Güterzüge mit 120 bis 160 km/h durch den Tunnel fahren. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit von Innsbruck nach Bozen von jetzt zwei Stunden auf 45 Minuten. Der Güterverkehr wird dann in rund 90 Minuten befördert. Derzeit sind es ungefähr drei Stunden.

Mehr zum Thema

Tag des Tunnels
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.