25.07.2017, 09:41 Uhr

"Container wurden vergessen"

Wertvolle Bauutensilien wurden wochenlang in der Radetzkystraße in der Reichenau liegen gelassen.

Wochenlang blockierten Container einer Baufirma Parkplätze in der Reichenau. Zum Ärger der Anrainer.

INNSBRUCK. Parkplätze sind nicht nur in der Innenstadt rar, sondern auch in der Reichenau. Daher war es für die AnrainerInnen besonders ärgerlich, als sie bemerkten: Die Baucontainer in der Radetzkystraße werden seit Wochen nicht mehr genutzt. Die blauen Container, Zäune, Schilder und andere Bauutensilien wurden zwar aufgeräumt, lagen aber trotzdem noch immer auf der Straße. Die Anrainer standen vor einem Rätsel: Soll das jetzt bis zum Baustart für das große Wohnprojekt am Campagne-Areal so bleiben? Das Areal befindet sich direkt daneben, der Bau soll erst 2018 beginnen.
"Keinesfalls", versichert Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider. Am Montag (Redaktionsschluss) versicherte sie, dass die Baueinrichtung bis zum nächsten Abend verschwindet. "Die Baucontainer wurden vergessen", meint sie, entschuldigt sich dafür und weiß "Fehler zu machen ist menschlich."


Mittelinsel wurde errichtet

Es waren außerdem keine Bauutensilien für das Campagne-Areal, sondern für eine Mittelinsel, die kürzlich in der Radetzkystraße erbaut worden ist. Auch in Zukunft sollen solche Container beim Campagne-Bau keine öffentlichen Flächen in Anspruch nehmen: "Die Campagne-Baustelle wird eine Baustelle mit genügend Platz. Die Baueinrichtung wird direkt am Baufeld stehen und nicht auf der Straße." Aus dieser Sicht gilt also Entwarnung für die Parkplätze in der Radetzkystraße.


Nicht unser Verschulden

Auch die Firma Porr haben wir zu dieser Angelegenheit befragt. Etwas irritiert von der Anfrage bekam man die Auskunft, dass es "nicht das Verschulden der Firma sei". Aus dem Porr-Büro kommt die Information, dass eine Nachfolgebaustelle der Stadt geplant gewesen wäre, diese jedoch nicht zustande gekommen sei.
Irritiert waren auch die Anrainer, die beim STADTBLATT angerufen haben. Ihre Anrufe und Anfragen zu dieser Angelegenheit bei der Stadt würden nicht entgegengenommen. Pitscheider rät, sich in Zukunft an das Bürgerservice zu wenden. Am besten ist, man veröffentlicht solche Missstände samt einem Foto auf buergermeldungen.com. So können die Anliegen am raschesten von den zuständigen Stellen bearbeitet werden.
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