10.10.2017, 09:21 Uhr

Diätnudeln, Bionik-Schirme, textile Architektur - und wie man damit Geld verdient

Pfiffige Ideen wurden gezeigt, bei der 120 Sekunden Chance in Lienz! Danke an die Teams, die Juroren Michael Schneeberger von EBS Smart Solutions, Petra Wolffhadt von diewoelfe.at und Edwin Meindl von Micado und an Gastgeber Durst Technology (Foto: Standortagentur Tirol)

Von der eigenen Idee überzeugt zu sein ist gut, andere damit zu überzeugen noch besser

Jedes erfolgreiche Unternehmen hat damit angefangen: mit der einen, der zündenden Idee für das Produkt, das jeder haben will, oder für die Dienstleistung, auf die niemand verzichten möchte. Aber woher soll man im Vorhinein wissen, ob diese Idee nicht nur einen selbst, sondern auch andere begeistert und sich damit Geld verdienen lässt?
Zum Auftakt der 120 Sekunden Chance 2017 in Lienz hatten Durchstarter von morgen die Gelegenheit, das quasi in einem Testlauf herauszufinden. Exakt 120 Sekunden hatten sie Zeit, um ihre pfiffigen Ideen vor erfolgreichen Unternehmern zu präsentieren und sich unmittelbar deren Eischätzung zu Marktpotenzial sowie Tipps und Tricks zu holen. Letztendlich hieß es dann entweder „weiter ins Finale am 24. Oktober nach Innsbruck“ oder „zurück an den Start und die Geschäftsidee noch einmal überarbeiten“.

Schwächen eliminieren, Stärken ausbauen

Michael Schneeberger, Geschäftsführer EBS Smart Solutions Software GmbH Lienz, Petra Wolffhardt von diewoelfe.at Büro für Markendesign und Produktentwicklung, und Edwin Meindl, Geschäftsführung Micado, galt es beim Regionaltermin der 120 Sekunden Chance im Gebäude der Firma Durst zu überzeugen. Und sie bekamen durchaus pfiffige Geschäftsideen präsentiert.
Etwa eine vegetarische, allergenfreie und in Handarbeit und ressourcenschonend produzierte Diätnudel. Oder ein Damenschuh, dessen aus Kautschuk produzierter Stöckl einfach „höhenverstellbar“ ist und damit, je nach Anlass und Bedarf, entweder Komfort- und Businessschuh in einem sein kann. Auch dabei war eine Planungsplattform für die textile Architektur. Und ein Bionik-Schirm zum Beispiel für Gastgärten: durch eine spezielle Formgebung (Krümmung) und eine spezielle Oberflächenstruktur (Lamellen) soll der Schirm einer Windgeschwindigkeit von bis zu 120 km/h standhalten. Für diesen Schirm wurden bereits ein Musterschutz sowie ein Patent für ein Jahr erworben, außerdem existiert bereits ein Prototyp.
Weiters wurde die Idee eines Zentrums für Entrepreneur- und Leadership vorgestellt, in dem regionale Leistungspotentiale mit den globalen Innovationspotentialen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle verknüpft und die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Osttirols erhöht werden sollen.
Das „Green Team“ präsentierte seine Ideen zu Photovoltaik-Ladestationen für E-Bikes, wie sie etwa auf Almen für Mountainbiker genutzt werden können. Und auch das Internet of things war Thema bei der 120 Sekunden Chance in Lienz: Wer im Privathaushalt im Keller einen Heizkessel hat, muss regelmäßig vor Ort nachschauen, wie voll/leer der Kessel ist. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee einer mit dem Internet verbundenen Box vorgestellt, die, im Heizkessel installiert, selbständig den Pegelstad im Kessel misst und die entsprechende Information über eine App ans Smartphone übermittelt.
Die Teams hinter diesen Geschäftsideen konnten die Jury überzeugen und sind alle einen Schritt weiter bei der 120 Sekunden Chance: am 24. Oktober rittern sie in Innsbruck um Topplatzierungen beim Finale. Und sind um die Rückmeldungen und Tipps der Jury reicher, wie sie die Stärken ihrer Geschäftsideen weiter ausbauen und etwaige Schwächen gezielt eliminieren können.
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