17.07.2017, 13:28 Uhr

„Erinnerung ist eine Schatzkammer“

Bei der Enthüllung der Gedenktafel an die Gönnerin Eva Dallago: Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner, Barbara Kolozs mit Töchterchen Zoey (Leitung städtische Kinderkrippen ISD), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Maria Hell (Leiterin Kindergarten Hötting) und Pfarrer Marek Ciesielski. (Foto: IKM)

Gedenktafel für Eva Dallago im Kindergarten Hötting

Vor Kurzem war ein besonderer Tag für die Anwesenden im Kindergarten Hötting: Die Gedenktafel für die Gönnerin Mag.a Eva Dallago wurde enthüllt. Frau Dallago bedachte die Stadt Innsbruck mit einer sehr großzügigen Summe, die den Innsbrucker Kindern zugutekommen sollte. Mit der Spende von Frau Dallago wurde die Kinderkrippe in der Schneeburggasse installiert und die Räumlichkeiten saniert. „Wir setzen ein Denkmal für die Erinnerung an diese besondere Frau, die uns so viel Vertrauen entgegen brachte“, ist Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer dankbar: „Wie kann Geld besser investiert werden, als in die Zukunft unserer Stadt – in unsere Kinder und was gibt es Schöneres, als dass in Zukunft Kinderlachen diese Räumlichkeiten erfüllt.“

Bedarf an Kinderkrippen steigt

„Der Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen steigt konstant, weshalb wir stetig unsere Kindergärten, Horte und Krippen ausbauen“, erläutert Bildungsstadtrat Ernst Pechlaner. Seit Herbst 2016 führen die Innsbrucker Sozialen Dienste im Auftrag der Stadt Innsbruck die Kinderkrippe hier in der Schneeburggasse sowie die Kinderkrippe ATPünktchen in der Heiliggeiststraße 16. Beide bieten Betreuung für Kinder ab 18 Monaten an. Im Frühling 2017 eröffnete in Zusammenarbeit mit MED-EL eine neue Kinderkrippe für Kinder ab zwölf Monaten in der Ampfererstraße 18. Weitere Kinderkrippen sind ab Herbst 2017 unter anderem in Pradl geplant.

Biografie

Eva Dallago wurde am 23. September 1918 in Schwaz als Tochter des Lebensphilosophen und Schriftstellers Carl Dallago und seiner zweiten Frau Franziska Moser geboren. Die Eltern stammten aus Bozen, wo auch die 14 Jahre ältere Schwester Helga und der neun Jahre ältere Bruder Enoch geboren sind. Nach Kriegsende kehrte die Familie Dallago nach Nago, welches in der Provinz Trient liegt, zurück. Wegen der antifaschistischen Schriften von Vater Carl 1926 emigrierte die Familie nach Barwies. Dort besuchte Eva Dallago die Volks- und Hauptschule. 1937 maturierte sie am Mädchen Realgymnasium in Innsbruck.

Für die Schulbildung der Kinder übersiedelte die Familie nach Arzl. Trotz Schulden – der Vater verdiente mit seiner Schriftstellerei nichts und nahm Ende 1930 einen Job als Bauschreiber an – legten die Eltern großen Wert auf die Ausbildung der Kinder. Bruder Enoch studierte Jus und Eva Pharmazie. Nach dem Abschluss 1943 arbeitete sie zwei Jahre in der Nordketten Apotheke in Mühlau, bevor sie in die Apotheke am Bozner Platz wechselte, wo sie bis zu ihrer Pensionierung blieb. In den 1950er Jahren, nach dem Tod des Vaters, erwarb sie eine Eigentumswohnung in der Anzengruberstraße, wo sie mit ihrer Mutter lebte. Frau Dallago pflegte ihre Mutter hingebungsvoll bis zu ihrem Tod im Jahr 1974.

Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Frau Dallago gut betreut in der Seniorenresidenz Veldidenapark. Sie verstarb am 21. August 2009 und fand ihre letzte Ruhe bei ihren Eltern am Mühlauer Friedhof.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.