08.02.2017, 15:50 Uhr

Feuerwache Wilten: "Der Standort ist optimal"

Auch die Freiwillige Feuerwehr Wilten beschreibt den derzeitigen Standort ihrer Feuerwache als "optimal". Die täglichen Nutzer der Wache sollten es wissen. (Foto: FF Wilten)

Die direkte Auffahrt auf die Autobahn überwiege etwaige Nachteile, argumentieren Experten.

Ein politisches Nachspiel hat derzeit der Neubau der Feuerwache Wilten. "Im Zusammenhang mit diesem Neubau sind die schlimmsten Befürchtungen der Grünen jetzt von der Kontrollabteilung bestätigt worden. Schon jetzt ist klar, dass sich der Schaden bzw. die Mehrkosten auf mindestens 560.000 Euro belaufen", schildert GRin Marcela Duftner, grünes Mitglied im Kontrollausschuss.

Auch ÖVP kritisiert Mehrkosten

"Dieser Standort ist für eine Feuerwache nicht optimal, sowohl was die Hochwassersituation neben dem Geroldsbach als auch die Zufahrtsmöglichkeiten betrifft. Darüber hinaus haben die Bodenverunreinigungen und Kontaminierungen zu höheren Gesamtkosten in der Grundstücksrechnung geführt. Der Schwemmkegel ist für so einen Bau ebenfalls kein idealer Untergrund, sodass es auch hier zu im Vorfeld nicht kalkulierten zusätzlichen Baumaßnahmen und Mehrkosten gekommen ist“, kritisiert auch ihr Ausschuss-Kollege Franz Hitzl (ÖVP).

Praktiker verteidigen den Standort

Unterdessen regt sich aber auch Kritik an der Darstellung der Kontrollabteilung. So seien einige wesentliche Aspekte bei der Bewertung der Qualität des Standortes nicht ausreichend berücksichtigt worden. "Für uns war von Anfang an ein wesentlicher Punkt, dass dieser Standort für die Feuerwehr die Möglichkeit bietet, direkt auf die Autobahn auffahren zu können. Dies hat mehrere Vorteile, etwa wird die Anfahrtszeit bei Unfällen im Wiltener Tunnel gravierend verkürzt", argumentiert Anton Larcher, der als ehemaliger Bezirkskommandant der Feuerwehr maßgeblich in die Planungen involviert war. Zudem sei es einsatztechnisch von Vorteil, eine Einheit zu haben, die im Bedarfsfall – etwa wenn in der Stadt der Verkehr durch Staus zum Erliegen gekommen ist – über die Autobahn zum Einsatzort fahren kann. "Ich halte den jetzigen Standort – von allen, die damals zur Auswahl standen – daher immer noch für den besten", so Larcher.

Feuerwehr Wilten: "Optimal!"

Die Feuerwehr Wilten verteidigt in einer Aussendung den Standort ihrer Feuerwache gegen Kritik: "Der Standort ist für uns optimal! Über die Autobahn ist der gesamte südliche Bereich des Stadtgebietes direkt über das hochrangigste Straßennetz zu erreichen. Aber auch unser direkter Stadtteil Sieglanger kann von uns im Einsatzfall sehr wohl direkt über die angesprochene Brücke angefahren werden. Auch bisher war übrigens die direkte Zufahrt in die Bereiche Mentlberg, Klosteranger sowie die Josef-Franz-Huter-Straße mit den großen Fahrzeugen nur über die Umkehrschleife beim Hafen möglich, sodass sich hier keine Verschlechterung aufgrund des neuen Standortes ergeben hat. Die frühere direkte Lage neben dem Kindergarten und der Volksschule war hingegen bei Tageinsätzen für alle Beteiligten gefährlicher. Ebenso war die Durchfahrt durch die enge Weingartnerstraße mit den großen Fahrzeugen bzw. dem Bootsanhänger bei Gegenverkehr früher problematisch. Die Entscheidung für den Standort hat unter anderem auch zur Folge, dass wir für ein Stadtgebiet ein ideales Ausbildungs- und Übungsgelände zur Verfügung haben."
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