25.09.2014, 15:27 Uhr

Freiwillige "buckeln" für Lawinensicherheit

9 freiwillige Helferinnen und Helfer, zwischen 21 und 71 Jahren aus Österreich, Deutschland und Luxemburg verbringen die Woche vom 21.09 bis 27.09 auf der Nordkette in Innsbruck.

Ein "normaler" Tag

Sie übernachten und beginnen ihren Arbeitstag auf der Höttinger Alm (1487 m), unter der Aufsicht von Frau Hitt und mit Sicht auf Innsbruck. Im Rahmen des diesjährigen Bergwaldprojektes „Höttinger Alm“ des Alpenverein Österreich durchforsten, renovieren und räumen die bergwaldbegeisterten Freiwilligen Äste und Wipfel weg. Damit stärken sie die Gesundheit des Bergwaldes und tragen zum Erhalt der Almen bei.
Peter Kapelari vom österreichischen Alpenverein betont, dass durch diese Projekte Bewusstsein in der Öffentlichkeit geschaffen wird.
Vizebürgermeister Kaufmann, der selbst mit seiner Familie den Lebensraum des Innsbrucker Waldes nutzt, sagt: „Man kann nicht genug Danke sagen, dass sich Freiwillige zu den wertvollen Projekten melden.”

Der Wald als Lawinenschutz
Der Nordkettenbergwald muss besonders sorgsam gepflegt werden, da er der Stadt Innsbruck als Lawinenschutz dient und somit unentbehrlich ist. Um diese Sicherheit zu garantieren kümmern sich 9 motivierte Freiwilligen auch um den Abbau alter Lawinenverbauungen, welche von Experten als sogenannte Arlbergrechen bezeichnet werden. Dieser Abbau ist notwendig da die Bäume schon über die Verbauung gewachsen sind und ihnen so wertvoller Platz zum Wachsen fehlt. Die schwindelfreien und trittsicheren Bergwaldbegeisterten werden auch eine Erstdurchforstung unterhalb der Höttinger Alm mit Motorsägen, Handsäge und Axt durchführen. Aufgeforstet wird ebenfalls, der Gehrries und der Rastlboden werden mit neuen Pflanzen verdichtet.

Aufräumen, neu bepflanzen
Die Nordkette ist ein beliebtes Wanderziel und hat somit eine Reihe von Wanderwegen, welche regelmäßig gepflegt und ausgebessert werden müssen. Die fleissigen HelferInnen werden den „Höttinger Alm Steig” von der Hütte in Richtung Quellfassung verbessern. Bei einer kürzlich durchgeführten Holznutzung im Höttinger Tobel werden die Äste und Wipfel auf Haufen geräumt, um Platz für junge Pflanzen zu schaffen.
Dieses Projekt wird von der Stadt Innsbruck, dem Landesforstdienst Tirol, dem Tiroler Forstverein und dem Alpenverein Österreich und seinen Partnern tatkräftig unterstützt.
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