10.01.2018, 10:44 Uhr

Jeder 3. lässt den Blinker weg

Nur jeder dritte Österreicher blinkt beim Verlassen eines Kreisverkehrs. (Foto: pixabay.com)

Trotz einer deutlich höheren Sicherheit in Kreisverkehren als an normalen Kreuzungen, gibt es Risiken und Konfliktsituationen im "Kreisel". Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat dies zum Anlass genommen und beobachtete 1.900 Fahrzeuge, mit dem Ergebnis, dass jeder 3. Autofahrer beim Verlassen des Kreisels das Blinken weglässt.

TIROL. Etwas 300 Unfälle gibt es pro Jahr in ganz Österreich an Kreisverkehrsanlangen. Im Vergleich zu der Anzahl der normalen Kreuzungs-Unfälle ist dies sehr gering. Trotzdem gibt es immer wieder Verbesserungspotenzial. Die Beobachtung des KFV zeigen, dass das Blinkverhalten der Österreicher sehr zu wünschen übrig lässt. Entweder wird zu spät geblinkt oder gar nicht. Ganze 34 Prozent lassen den Blinker weg und 9 Prozent blinken zu spät
Dieses Verhalten zieht Folgen für den gesamten Verkehr nach sich. Lücken können nicht genutzt werden und das Konfliktpotenzial erhöht sich. Die KFV konnte 155 solcher Konfliktsituationen feststellen, die aufgrund später oder fehlender Blinker entstanden. 

Deutlich erkennbar ist auch der Trend, dass es vor allem junge Verkehrsteilnehmer betrifft, die im Kreisverkehr verunglücken. Meist sind die Fahrer nicht älter als 19 Jahre und sind mit dem Moped unterwegs. Das mag teilweise an den kleinen Kreisverkehrsinseln liegen, die von Moped- oder Motorradfahrer fast gerade durchgefahren werden können. Dabei müssen sie ihre Geschwindigkeit kaum reduzieren. 

An sich besteht im Kreisel Rechtsvorrang, der allerdings durch entsprechende Beschilderung aufgehoben wird. So müssen einfahrenden Fahrer für gewöhnlich auf eine Lücke warten. Beim Ausfahren gilt dann: Blinker setzten!

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