29.03.2017, 08:57 Uhr

Kofel-Neubau: Regierung liefert Argumente

Die Klubchefs Franz Hitzl, Uschi Schwarzl, Arno Grünbacher und Lucas Krackl verteidigen die Neubau-Entscheidung. (Foto: Pock)

Klubchefs der Regierung verteidigen Neubau-Beschluss; Umfrage zeigt große Ablehnung in Innsbruck.

Die Stadtregierung ist in Erklärungsnot. Wie eine Imad-Umfrage der NEOS zeigt, sprechen sich 65 Prozent der InnsbruckerInnen für den Erhalt der alten Bahn aus. Lediglich 25 Prozent begrüßen den Neubau. Dieser negativen Grundstimmung wollen die Klubchefs der Koalitionsparteien nun mit Argumenten entgegentreten.

"Nachhaltigste Lösung"

"Das nunmehrige Projekt am Patscherkofel kristallisierte sich nach langer und intensiver Befassung als jenes mit dem größten und nachhaltigsten Mehrwert für die Bevölkerung heraus. Es handelt sich um kein Prestigeprojekt, sondern um die Sicherung eines großen Naherholungsgebietes im Sommer wie Winter, weshalb sich der Gemeinderat mit über 76 Prozent Zustimmung sehr deutlich für die Umsetzung ausgesprochen hat", argumentiert Lucas Krackl (FI).

"Ende des Skibetriebs"

"Wir waren immer für den Sommer- und Winterbetrieb auf unserem Hausberg. Die alleinige Sanierung der Pendelbahn hätte das Ende des Skiberges bedeutet", ergänzt Franz Hitzl (ÖVP).

"Schutzhaus nicht in Gefahr"

"Um den Patscherkofel kursieren viele Sagen und Legenden. Fakt ist: Die neue Bergstation ist genau dort, weil dies sowohl dem Landschafts- als auch dem Lawinenschutz geschuldet und dort der Ausgangspunkt für alle Pisten ist. Die neue Bergstation ist auch nicht als Konkurrenz zum Schutzhaus gedacht. Früher stand in unmittelbarer Nähe ein Hotelbetrieb und dennoch gibt es das Schutzhaus noch immer – und das ist auch gut so! Der bestehende Sanierungsbedarf des Schutzhauses hat nichts mit der neuen Bergstation zu tun", erläutert Arno Grünbacher (SPÖ) seine Sicht.

"Eine Bahn für alle"

"Am Patscherkofel entsteht eine neue Bahn für alle NutzerInnen. Für Sommer- wie Winterfreaks, fürs Rodeln und Schwimmen, für Kinderwägen und Mobilitätseingeschränkte, für Alt und Jung", betont Uschi Schwarzl (Grüne).
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Andreas Focke aus Innsbruck | 29.03.2017 | 16:57   Melden
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Stephan Gstraunthaler aus Innsbruck | 29.03.2017 | 17:50   Melden
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