01.10.2017, 13:45 Uhr

Mini-Med-Vortrag: "Erst brennen um auszubrennen?"

v.l.n.r.: Prim. Univ.-Prof. Dr. Marksteiner und Univ.-Prof. Dr. Dieter zur Nedden

 Prim. Univ.-Prof. Dr. Marksteiner klärt zum Thema "Stress, Burnout und Erschöpfungssyndrom" auf.

Beim Mini Med Studium stellen Experten und Expertinnen wöchentlich an der Innsbrucker Klinik die aktuellsten Themen rund um Gesundheit vor.
Laut Moderator Univ. – Prof. Dr. Dieter zur Nedden war vergangene Woche  der treueste und beliebteste Vortragende zu Gast. Bereits zum 12. Mal hält der renommierte Psychiater Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Marksteiner einen Vortrag und diesmal geht es um das Thema „Stress, Burnout und Erschöpfungssyndrom“.
In seinem Vortrag erklärt er, dass vieles unter dem Begriff Burnout subsummiert wurde, jedoch eine eindeutige Definition noch nicht existiert. Diese sei nicht möglich, da es keine verbindlichen Diagnosekritieren gibt. Es ist jedoch sehr wichtig diagnostisch , sowie therapeutisch zwischen Burnout und Depression zu unterscheiden, da es hier verschiedene therapeutische Vorgehen gibt. (Näheres siehe Randspallte: "Zum Thema")
Neben einer fundierten Einführung, sowie Aufklärung neuer Erkenntnisse wurden auch Maßnahmen präsentiert, um dem Burnoutsyndrom vorzubeugen.
Diese Reihe beschäftigt sich mit weiteren interessanten und innovativen Themen und wird vom Bezirksblatt Innsbruck empfohlen.
Informationen telefonisch unter der 0810 0810 60 oder via E-mail organisation@gesund.at.

Zum Thema:
Oft wird Burnout im Volksmund als eine Managerkrankheit gesehen. Fakt ist jedoch, dass es sich nicht ausschließlich um eine Managerkrankheit handelt, da bereits 30 % aller Erwerbstätigen darunter leiden. Daher ist es umso wichtiger zu erfahren wie sich Burnout zeigt und welche Strategien zur Therapie und Vorbeugung wirken. Laut Prim. Univ.-Prof. Dr. Marksteiner muss vor allem eine Diagnose erstellt werden und daraufhin ein therapeutisches Vorgehen stattfinden, welches nicht eine psychopharmakologischen Therapie in den Fokus stellt. Fest steht, dass einerseits ungünstige Arbeitsplatzfaktoren und andererseits ungünstige individuelle Faktoren überfordern und dies früher oder später zu einem Burnout-Syndrom führen kann. Vor allem wichtig ist es sich selbst zu kennen und einschätzen zu können, was einem Stress bereitet. Um den Stressfaktoren entgegenzuwirken gibt es gute Methoden wie zum Beispiel die sogenannten Achtsamkeitsübungen.
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