29.09.2014, 14:03 Uhr

Neue Wohnungen: Wald musste weichen

STR Gerhard Fritz: "Trotz ständiger Entwicklung soll der naturnahe Charakter des Stadtteiles bleiben."

"Ur-Kranebitter" sehen's ungern: Der grüne Stadtteil wird von Monat zu Monat weiter zugebaut.

Der Wald hinter dem Kranebitter Grillplatz musste letzten Sommer für ein großes Bauprojekt weichen. Bis Frühjahr 2016 werden 150 neue Wohungen gebaut – das bedeutet zirka 500 weitere BewohnerInnen für den westlichsten Stadtteil Innsbrucks. Das ist ein Zuwachs von 25 % ("1800-2000 Einwohner sind es zurzeit", weiß Hildegard Auer, die Obfrau des Vereins Lebensraum Kranebitten). 41 Wohnungen werden vom Land gefördert. Der Preis sinkt somit ungefähr um 1/3 für all jene, die solche Eigentumswohnungen ergattert haben. "Im Normalfall zahlt man durchschnittlich 4000 Euro für den Quadratmeter. Mit der Förderung kostet die Fläche 2366 Euro pro qm", so Nadine Zirknitzer, Marketingleiterin der Fa. Weinberg, welche für den Bau zuständig ist. Die Wohnungen entstehen in zwei Baustufen. Die 22 geförderten Wohnungen der ersten Phase sind schon vergeben, 19 weitere warten noch auf ihre BesitzerInnen.

Ausbau der A.-Dengel-Str.

"Unser Verein hätte sich eine Straße von Westen gewünscht, aber es wird lediglich die Anna-Dengel-Straße ausgebaut", erklärt Auer, die eine Überlastung der Klammstraße befürchtet. "Nur Anrainer benutzen die Klammstraße, daher muss das für Kranebitten reichen", stellt Gerhard Fritz, Stadtrat für Bauwesen, klar. "Was kommen wird, ist die Erweiterung des Grillplatzes, da auf dieser Fläche ein Kindergarten bis 2015 gebaut wird." Auch ein neues Parkraumkonzept könnte für den Grillbereich kommen. "Damit können wir vermeiden, das im Wald geparkt wird", so Fritz.

Kommt der MPreis?
Auch die Frage der Nahversorgung ist seit vielen Jahren Thema und Anliegen des Vereines. Die BewohnerInnen müssen zum Einkaufen zur Technik oder nach Völs fahren. In der Nähe der Anna-Dengel-Straße könnte in Zukunft ein MPreis entstehen, so die Information des Stadtrates. "Aber es steht noch nichts wirklich fest. Die Verhandlungen laufen".
Kranebitten ausbaufähig

Auch andere Veränderungen und Baustellen könnten in nächster Zeit auf das Stadtteil zukommen. Schon im Gespräch ist ein Plan für den Bereich zwischen Hötting West und Kranebitten – derzeit noch Wiese, Felder und ein unbewirtschafteter Bauernhof im Besitz der Hörtnagl-Familie. Eine Machbarkeitsstudie der Voralberger Firma Prisma wird dazu am 2. Oktober im Congress vorgestellt. "Bürgerbeteiligung ist dabei durchaus erwünscht", so der Stadtrat.
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