06.07.2017, 11:48 Uhr

Neuerungen beim Probeführerschein seit 1. Juli

Das KFV begrüßt die Neuerungen für den Führerschein auf Probe. (Foto: pixabay / Skitterphoto - Symbolfoto)

Seit 1. Juli gilt die Verlängerung des Führerscheins auf Probe, die Benützung eines Mobiltelefons gilt als schwerer Verstoß.

TIROL. Seit 1. Juli sind die Änderungen beim Führerschein auf Probe in Kraft. Die Probezeit wird um ein Jahr verlängert, Benutzung des Mobiltelefons am Steuer führt zu einer Nachschulung.

Probezeit dauert nun drei Jahre

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) bemüht sich seit Jahren, das Unfallrisiko bei jungen Autofahrern zu senken. Eine langjährige Forderung des KFV wird nun umgesetzt: Seit 1. Juli 2017 wird die Probezeit für Führerscheinneulinge auf drei Jahre verlängert. Bisher waren es nur zwei Jahre. Auch bisher hat sich die Probezeit bestens bewährt, aber mit der Verlängerung auf drei Jahre hofft das KFV auf eine weitere Verringerung der Unfallszahlen, so Armin Kaltenegger, Bereichsleiter Recht & Normen im KFV. Neben der Probezeit ist auch der L17 und die zweite Ausbildungsphase eine wichtige Maßnahme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Mobiltelefon führt zur Nachschulung

Neu ist auch, dass die Verwendung eines Mobiltelefons am Steuer zu einer Nachschulung führt. So wird das Benützen eines Mobiltelefons während der Probezeit als schwerer Verstoß gesehen. Dadurch soll die Zahl der Ablenkungsunfälle verringert werden. „Es ist wichtig, dass ganz besonders junge Lenker die Gefahr von Ablenkung durch Mobiltelefone erkennen und die möglichen Folgen einschätzen können, um in weiterer Folge ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Ablenkungsunfälle sind vermeidbar!“, so Armn Kaltenegger.

Zahlen und Fakten

2016 waren rund 5.400 PKW-Fahrer im Alter zwischen 17 und 24 Jahren auf Österreichs Straßen in einen Unfall verwickelt. In den meisten Fällen waren sie selbst dafür verantwortlich. 24 Prozent der Unfallverursacher hatten erst seit wenigen Jahren den Führerschein. Gleichzeitig macht der Anteil der 17 bis 24 Jährigen nur 10 Prozent der Bevölkerung aus. Daraus ergibt sich, dass junge PKW-Lenker ein zwei- bis dreifach höheres Unfallrisiko haben.
Ablenkung ist im Straßenverkehr die Unfallursache Nummer ein. im Jahr 2016 verstarben 108 Personen im Straßenverkehr bei Unfällen, welche auf Unaufmerksamkeit oder Ablenkung zurückzuführen waren. Durchschnittlich sind jährlich rund 38 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit bzw. Ablenkung
zurückzuführen.

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