25.07.2017, 14:00 Uhr

Riverwalk: Der Inn kennt keine Grenzen – mit Video!

INNSBRUCK. 21 junge Erwachsene aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stellen sich derzeit einer besonderen Herausforderung: Zu Fuß, mit Booten und Fahrrädern erkunden sie die gesamten 520 Kilometer vom Ursprung des Inn in Maloja (CH) bis zu seiner Mündung in die Donau in Passau (D). Organisiert wird der Riverwalk von Generation Earth, dem Jugendnetzwerk des WWF. Von 21. bis 28. Juli ist der Riverwalk in Tirol zu Gast.

„Mit dem internationalen Riverwalk wollen wir die Schönheit und den Wert unserer Flussökosysteme erfahren und uns gleichzeitig für ihren Schutz einsetzen“, so Martin Huber vom WWF. Über drei Wochen sind die „Riverwalker“ unterwegs, vom 14. Juli bis zum 6. August. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmer unter Einbeziehung von lokalen Experten mit Themen wie der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Flussrevitalisierung, ökologischem Hochwasserschutz und nachhaltiger Lebensweise.


Auf ihrem Weg entlang des Dreiländerflusses werden die jungen Erwachsenen Schutzgebiete und Revitalisierungen ebenso besuchen wie Kraftwerke und einen Fischlift. Einen Höhepunkt der Reise bildet die längste freie Fließstrecke aller Flüsse in Österreich: Fast 150 Kilometer, von Imst bis Kirchbichl, wird der Inn von keiner Staumauer unterbrochen. Diese Strecke können die „Riverwalker“ daher von Booten aus erleben.

„Wir wollen das kennenlernen, wofür wir einstehen, mit allen Möglichkeiten, Problemen und Konflikten“, erklärt Martin Huber. „Am Inn treffen viele verschiedene Interessen und Nutzungen aufeinander. Wir wollen erfahren und aufzeigen, wie diese Interessen sich mit der Natur und einem lebendigen Fluss vereinen lassen.“

Forderung: Der Inn kennt keine Grenzen

Wichtig ist den jungen Menschen, auf die Notwendigkeit eines gemeinsamen, länderübergreifenden Flussmanagements hinzuweisen. „Der Inn kennt keine Grenzen! Jeder Eingriff, jede Verbauung oder Revitalisierung, und natürlich jedes Kraftwerk hat Auswirkungen auf den ganzen Fluss“, so Huber. „Darum braucht es auch eine Planung, die sich den ganzen Inn anschaut. Das darf nicht an den Ländergrenzen enden.“

Als überwältigendes Erlebnis bezeichnet die 24-jährige Theresa Posch aus Tirol ihre Reise. „Als Kajakfahrerin liegen mir Flüsse schon lange am Herzen. Aber nur der Riverwalk bietet die Gelegenheit, einen Fluss von Anfang bis zum Ende mit allen seinen Chancen und Problemen kennen zu lernen.“ Auch das Gemeinsame und der Austausch mit Gleichgesinnten ist der engagierten „Riverwalkerin“ wichtig. „Es ist großartig zu erleben, wie jede und jeder von uns täglich eine neue Beziehung zu diesem Fluss und seiner Natur entwickelt. Und gemeinsam bringen wir vielleicht auch einige der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft dazu, den Inn mit neuen Augen zu sehen!“
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