21.06.2017, 13:27 Uhr

Rückenwind fürs Fahrrad - Eine Brücke als Lösung

Unterführung zwischen Mentlberg und Innsbruck (Foto: SKN)

Die Anrainer aus Sieglanger, Mentlberg und Klosteranger fühlen sich von Innsbruck abgeschnitten - es gibt keinen barrierefreien Zugang für Radfahrer, Rollstuhlfahrer oder Fußgänger.

INNSBRUCK. Schon seit acht Jahren kämpfen zahlreiche Anrainer aus Sieglanger, Mentlberg und Klosteranger für eine barrierefreie Anbindung an Innsbruck. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, organisierten unter anderen Angie Eberl, Thomas Pupp und Siggi Larcher eine Radkundgebung am Dienstag, 20.06.2017 in Innsbruck nähe Hafen.

Die aktuelle Lage - eine Brücke als Lösung

Die drei Innsbrucker Stadtteile Sieglanger, Mentlberg und Klosteranger haben - so die Veranstalter - keinen barrierefreien Zugang zu Innsbruck. Aktuell gibt es nur eine dunkle Unterführung, die lediglich über steile Treppen zu begehen ist: mit Kinderwagen oder Rollstuhl ist das kaum möglich. Diese Demo ist bereits die zweite Kundgebung zu diesem Thema. Aber die Stadt habe dieses Problem bisher ignoriert, so einer der Initiatoren Siggi Larcher. Gemeinsam mit dem emeritierten Professor für Verkehrsplanung Wolfgang Maurer entwarf Lagger ein Modell für eine mögliche Brücke. Diese sollte vom Peter Brünnl über alle anderen Verkehrswege wie Autobahnausfahrten, Bahn und Straße bis zum Innradweg reichen. Gedacht sei diese Brücke als Rad- und Fußweg.

Innsbruck als Bike-City

In Tirol liegt der Verkehrsanteil der Fahrradfahrer zwischen 12 und 13 Prozent, Innsbruck liegt bei rund 20 Prozent. In Deutschland gibt es bereits Städte mit 30 bis 40 Prozent. Kopenhagen hat einen Anteil von Radfahrern von 50 Prozent. Alle diese Orte und Städte investieren hohe Summen in den Ausbau der Radinfrastruktur, so Thomas Pupp, Landtagsabgeordneter der SPÖ Tirol. In Innsbruck sei in Sachen Radwegen auch sonst noch einiges zu tun: So gäbe es innerhalb der Stadt keine guten Radwege, auch fehle eine gute Verbindung von West nach Ost. Aktuell gibt es ein Budget für die Radinfrastruktur von 2,5 Millionen Euro, das sei nicht aufgebraucht, so Pupp. "Auch im Rahmen der EUSALP-Mobilitätsstrategie ist diese barrierefreie Verbindung der drei Stadtteile mit dem Rest von Innsbruck interessant, so Siggi Larcher. Tirol hat aktuell den Vorsitz der EUSALP-Mobilitätsstrategie.
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