25.05.2016, 14:31 Uhr

Schilda lässt grüßen: Verbot gerade noch verhindert

Fast wäre das Verbot auch umgesetzt worden: Die Verkehrsplanung wollte ein Abbiegen von Mariahilf Richtung Innenstadt untersagen.

Skurrile Posse in Mariahilf. Amt wollte Abbiegen auf die Innbrücke verbieten – Politik zog in letzter Sekunde die Reißleine.

Da hat sich der Amtsschimmel beinahe vergaloppiert – nur ein Machtwort der Ressortchefin verhinderte den groben Unfug. In Mariahilf wollte die Verkehrsplanung ein Verbot für das Abbiegen auf die Innbrücke und somit die Weiterfahrt in die Innenstadt untersagen. Damit wäre dieser – ohnehin von Großbaustellen schwer geplagte Stadtteil – endgültig im Verkehrschaos versunken. Die vom Amt angestrebte Verordnung wurde jedoch in letzter Sekunde gestoppt.

Missverständnis und Fehler

Die geplante Änderung der Verkehrsführung war bereits im Stadium eines Anhörungsverfahrens, als die zuständige Verkehrsreferentin Vizebgm. Sonja Pitscheider die Sache stoppte. "Hier ist ein Fehler passiert", räumt sie auf STADTBLATT-Nachfrage ein. Tatsächlich dürfte dem geplanten Verbot ein Missverständnis vorangegangen sein. Das Rechtsabbiege-Verbot von Mariahilf auf die Innbrücke war eine von vielen Ideen, die im Rahmen eines Beteiligungsprozesses im Stadtteil entwickelt wurden, um den Durchzugsverkehr in Mariahilf und St. Nikolaus zu reduzieren. "Keine der Ideen war für eine sofortige Umsetzung gedacht, da wir erst ein Gesamtkonzept für die Neugestaltung der Verkehrsführung in den betroffenen Stadtteilen erarbeiten wollen", erläutert Pitscheider. Das Beinahe-Verbot ist damit (vorerst) vom Tisch.
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