27.11.2017, 09:59 Uhr

Schutz für Frauen: Neues Frauenhaus und Gewaltprävention

Bgm Arno Guggenbichler (Vorstandsmitglied Tiroler Gemeindeverband), Katharina Hölbing (Verein Frauen gegen VerGEWALTigung), Soziallandesrätin Christine Baur, Gabi Plattner (Geschäftsführerin Tiroler Frauenhaus) und StR Franz X. Gruber (Stadt Innsbruck) unterstützen die Aktion. (Foto: Land Tirol/Sidon)

In der Zeit vom 25. November bis zum 10. Dezember soll das Thema Gewalt an Frauen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Mitorganisiert hat das Projekt LRin Baur, die betont: "Entscheidend ist, dass Menschen, die von Gewalt bedroht sind, nicht alleingelassen werden."

TIROL. Die #metoo Debatte hat auch Tirol erreicht. Das Thema der sexualisierten Gewalt ist jedoch schon seit längeren ein Gesprächsthema, wie Katharina Hölbing vom Verein "Frauen gegen VerGEWALTigung" weiß. Es geht ihr vor allem um die Definition der sexuellen Belästigung, die strafrechtlich verfolgt werden kann. Andere grenzüberschreitende Handlungen jedoch, sich kaum verfolgbar, obwohl auch diese ernst zu nehmen sind. Der Neubau des Frauenhauses und Maßnahmen zur Gewaltprävention sollen nun Abhilfe schaffen. 

Tiroler Frauenhaus

Die Einrichtung eines neuen Frauenhauses ist ein wichtiger Schritt in die Richtung zum Schutz betroffener Frauen. Schon 2016 wurden die Einrichtungen der Frauenhäuser in Tirol von über 6.000 Frauen und ihren Kindern in Anspruch genommen. Ein Neubau soll 14 weitere Plätze für Frauen, die zu Opfern wurden schaffen. Ein symbolischer Spatenanstich mit LRin Baur verspricht eine bessere Zukunft für die schutzbedürftigen Frauen. Der Standort des neuen Frauenhauses bleibt geheim, deshalb wurde der Spatenstich am Landhausplatz abgehalten. 

Auch SPÖ Politiker Yildirim begrüßt den Neubau und die damit verbundenen zusätzlichen Plätze für die Tiroler Frauen. Dennoch mahnt sie, dass das Angebot für Tirol immer noch ungenügend sei. Statistisch gesehen würden nach dem Neubau immer noch 25 Einrichtungsplätze fehlen. 

Gewaltprävention muss verstärkt werden

Neben der Finanzierung des Frauenhauses sind auch einige Maßnahmen zur Gewaltprävention geplant. Die finanziellen Mittel wurden für 2017 auf 256.000 Euro erhöht. Das Geld wird in Beratungsstellen und Projekte, die die Gewaltprävention fördern investiert. 

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