17.03.2017, 17:01 Uhr

Selbstgemacht: Das "Nonplusultra" der Geschenke

Alles ist möglich: Kleine Schmuckstücke aus Holz (Foto: Sandbichler)

So wird man zum Hobbytischler.

INNSBRUCK. Adi Sandbichler lebt in Innsbruck und ist seit vier Jahren so richtig in Holz verliebt. Damals war seine Motivation, endlich "Selbstgemachtes" zu verschenken. "Ich wollte nicht länger nur CDs brennen, Fotos ausdrucken oder was für jemanden kaufen, sondern wirklich etwas selber mit den eigenen Händen kreieren. Quasi mit 'blood, sweat and tears'. Das empfand ich als das Nonplusultra der Geschenke." Mit Holz kam er zwar schon sehr früh in Berührung – seine Familie besaß einst ein Sägewerk – aber selbst hat er erst vor vier Jahren mit der Holzbearbeitung angefangen. Zu Beginn stand ein zweitägiger Drechselworkshop in Elbigenalp: "Danach war ich infiziert. Mit Drechseln hält man bald etwas Neues in der Hand, das vorher noch ein Stück Brennholz war", erzählt er von der ersten Begeisterung. Sein Interesse breitete sich auch auf andere Holztechniken aus und heute macht Sandbichler Schüsseln, Armreifen, Ringe, Babyrasseln, aber auch Tischlerarbeiten stehen schon in seinem Sortiment.


Lernen mit dem Internet

Dass die Arbeit mit Holz auch etwas Meditatives hat, merkt er immer wieder: "Gerade beim Drechseln spiegelt Holz meinen eigenen Gemütszustand wider. Wenn ich zu ungeduldig, müde oder grob vorgehe, fliegt mir das Teil garantiert um die Ohren, was mitunter echt gefährlich werden kann. Umgekehrt zeigt ein schönes fertiges Stück die Klarheit und die Sorgfalt, mit der vorgegangen wurde." Sandbichler ist sich sicher: "Man kann sich praktisch alles selber beibringen." Zur Hilfe kommen einem dabei YouTube-Videos, Blogs und Foren, aber auch für jene, denen es an Werkzeug oder dem passenden Raum fehlen würde, gibt es eine Lösung: Das Hinterstübchen (Werkstatt) in Hötting und das "fablab" in Wilten funktionieren quasi als offene Werkstatt für Holzfans.
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