20.08.2016, 09:00 Uhr

Vorbereitung auf den Schulbeginn für Kinder mit Fluchthintergrund

REICHENAU (kr). Die 961 Innsbrucker Tafelklassler fiebern ihrem ersten Schultag entgegen. Der Schulbeginn ist der erste große Einschnitt in dem Leben der Kinder und etwas sehr besonderes und aufregendes. Für 19 Flüchtlingskinder, zwischen fünf und sieben Jahren, beginnt in zwei Wochen ebenfalls der Alltag an einer der 21 städtischen Volksschulen.
„Die Kinder haben in ihren Unterkünften kaum Möglichkeiten Deutsch zu sprechen bzw. zu lernen“, erläutert Stadtrat Mag. Gerhard Fritz: „Mit der Sprachförderung der Integrationsstelle der Stadt Innsbruck, in Kooperation der GemNova DienstleistungsGmbH und der Tiroler Sozialen Dienste GmbH (TSD), soll ihnen der Einstieg in den Schulalltag erleichtert werden.“

Sprache ebnet den Weg für gelungene Integration

Die acht Mädchen und elf Buben aus Afghanistan, Syrien und Tschetschenien bekommen drei Wochen lang, zwei Stunden pro Tag, an fünf Tagen der Woche, Deutschunterricht. Schwerpunkt der Förderung bildet die sprachliche Möglichkeit den Schulalltag zu bewältigen. „Unterrichtet werden die Kinder von einer hauptamtlichen Pädagogin sowie von zwei Asylwerbern, die in ihrer Heimat als Lehrer tätig waren“, informiert die städtische Integrationsbeauftragte Mag.a Nicola Köfler.
Ein zweites wichtiges Ziel ist, den Kindern durch gemeinsames Handeln kulturelle Inhalte zu vermitteln, die ihnen eine Integration in das österreichische Schulsystem sowie in die österreichische Gesellschaft ganz allgemein erleichtern. Deshalb unternehmen die Kinder mit ihren BetreuerInnen nach dem zweistündigen Deutschunterricht, teilweise gemeinsam mit den Kinderfreunden oder mit ehrenamtlichen HelferInnen, verschiedenste Aktivitäten wie zum Beispiel einen Besuch auf Schloss Ambras Innsbruck, im Alpenzoo oder Sport und Spiel.
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