28.04.2016, 11:43 Uhr

Wetterrückblick - April 2016

Extremwerte April 2016 (Foto: UBIMET)

Der April wird trotz einer spätwinterlichen Phase am Monatsende österreichweit um etwa 1,5 Grad zu mild ausfallen.

TIROL. Der April begann zunächst ohne größere Wetterkapriolen. Die ersten Wochen waren außergewöhnlich stabil und warm. Erst am letzten Aprilwochenende strömte eine polare Kaltluft nach Tirol und brachte kühles Wetter mit.

Kälte zum Monatsende

Zu Monatsende strömt kalte Polarluft durch Tirol. Besonders kalt waren die Nächte auf den 26. und 28. April. Teilweise gab es auch Morgenfrost. „Bedingt durch die über weite Strecken außergewöhnlich milde Witterung war die Entwicklung der Pflanzen schon sehr weit fortgeschritten, somit ging der Frost am Monatsende in der Landwirtschaft mit teils erheblichen Schäden einher“, so Ubimet-Wetterexperte Josef Lukas.

Neuschnee und starker Regen

Neben den tiefen Temperaturen kam es vielerorts auch zu starkem Schneefall. Teilweise fiel bis zu 50 cm Neuschnee. Sogar in Innsbruck kam es zu kräftigen Schneeschauern und teilweise zur Ausbildung einer Schneedecke. In Tirol lag die Niederschlagsmenge teilweise 50 Prozent über dem Soll. „Im Bereich der Stubaier und Zillertaler Alpen regnete bzw. schneite es sogar um 60 bis 80 Prozent mehr als im Mittel“, sagt Josef Lukas.

Sonnenminus und Sturmböen in Tirol

In Tirol fehlen rund 10 Prozent an Sonnenstunden damit das langjährige Mittel erreicht wird. Auch die letzten Tage des Aprils werden dieses Minus nicht mehr ausgleichen können.
Die polare Kaltluft brachte am Monatsende auch Sturmböen mit sich. Teilweise kam es zu Spitzenböen von 97 km/h, wie beispielsweise in Innsbruck am 13. April. Am 16. April brachte der Südföhn in den Bergen erneut Orkanböen. Hier wurden teilweise Spitzen von 90 km/h erreicht.

Extremwerte in Tirol

  • Tiefste Temperaturen in bewohnten Gebieten wurden am 28. April in St. Jakob in Defreggen gemessen: -11,8 Grad
  • Der nasseste Ort war Hopfgarten mit 171 l/m²
  • Die stärksten Windböen in den Tälern wurden am 13. April in Innsbruck/Kranebitten mit 97 km/h gemessen
  • Die höchsten Windspitzen im Gebirge wurden am 16. April am Patscherkofel mit 133 km/h gemessen.

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