15.10.2014, 13:04 Uhr

"Woher sollen wir denn 30.000 Euro nehmen?"

Jürgen Kohler und Monika Konrad wollten gegen die Abrechnung vorgehen, müssten nun aber ein Gegengutachten finanzieren.

Mietervereinigung sieht "unfaires Vorgehen". IIG-Chef fühlt sich "rechtlich verpflichtet".

Hilfe und Rat suchen die IIG-Mieter in der Kajetan-Sweth-Straße bei der Tiroler Mietervereinigung und deren Vorsitzenden GR Helmut Buchacher. Wie das STADTBLATT berichtet hatte, möchte die IIG die Heizkostenberechnungen der betroffenen Wohnanlage umstellen und stößt dabei auf heftigen Wiederstand von betroffenen Mietern. Künftig soll nämlich nicht mehr nach Verbrauch, sondern nach Quadratmetern abgerechnet werden.

Kein Einspruch ohne Gutachten

Von der angerufenen Schlichtungsstelle wurde nun im Sinne der IIG entschieden, da diese ein Gutachten für den Umstieg vorlegen konnte. Buchacher kritisiert, dass sich die Betroffenen eine Berufung bei Gericht nicht leisten können und schon gar nicht über die finanziellen Mittel verfügen, ein allfälliges Gegengutachten einzubringen (geschätzte 30.000 Euro). IIG-Chef Franz Danler zeigt sich hingegen überzeugt, dass er zur Umstellung der Abrechnung aufgrund des Heizkostenabrechnungsgesetzes verpflichtet ist.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.