07.11.2017, 13:46 Uhr

WWF: Kaum Verluste an Schafen durch Wölfe in abgelaufener Almsaison

Kurzlich wurde ein Wolf in Telfes im Stubaital gesichtet. (Foto: Screenshot/Video Land Tirol)

Der WWF weist auf die geringe Anzahl der gerissenen Schafe hin, welche durch einen Wolf umkamen.

In der Nacht vom 29. auf den 30. November wurde ein Wolf in Telfes im Stubaital gesichtet. Hinsichtlich dieser aktuellen Meldung weist der WWF nun darauf hin, dass dieses Jahr in Österreich nur 17 Schafe von einem Wolf gerissen wurden. Die Summe steht in sehr kleiner Relation zu den Todesopfern durch Naturgefahren. Jährlich sterben tausende von Schafen durch einen  Absturz, Blitzschlag, Hochwasser oder durch Krankheit. Der WWF mahnt zu einer sachlichen lösungsorientierten Diskussion über die Rückkehr dieses Wolfes. Das Beutetier soll nicht als blutrünstige Bestie dargestellt werden.

Schafe auf der Alm

200.000 Schafe haben vergangen Sommer auf der Alm verbracht. Davon sind 17 durch einen Wolf umgekommen. Ein Verlust von 2 oder mehr Prozent pro Jahr, ist in einem Almsommer nichts ungewöhnliches. Für die Almsaison 2017 rechnet Christian Pichler, Wolfsexperte des WWF mit einer ähnlichen Relation von Schafsrissen im Vergleich zu anderen Todesursachen. Die Anzahl der Schafe sei in den letzten Jahren gleich geblieben, bzw. leicht gestiegen.

Landwirte sollen nicht im Stich gelassen werden

Der WWF betont dass Landwirte, welche ihre Tiere auf der Alm halten und somit ökologisch wertvolle Flächen naturnah beweiden lassen nicht im Stich gelassen werden sollen. Damit Zäune und Herdenschutzhunde angeschafft werden können, muss eine verlässliche Unterstützung bei der Finanzierung helfen.



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