07.04.2017, 14:54 Uhr

12-Stunden-Tag schafft neue Probleme bei der Kinderbetreuung

Yildirim: „Klare Absage an 12-Stunden-Tag“ - Eltern in Tirol stoßen mit Kinderbetreuung schon derzeit an Grenzen. (Foto: SPÖ / Hitthaler)

In Tirol ist die Vereinbarkeit von Familie und Vollzeitarbeit für viele Familien nicht möglich. Ein 12-Stunden-Tag würde das Problem vergrößern.

TIROL. Aktuell setzen sich viele für einen 12-Stunden Tag ein. Doch führt ein möglicher 12-Stunden-Tag auch zu Problemen. Die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol Selma Yildirim weist darauf hin, dass schon jetzt für viele Eltern die Kinderbetreuung ein Problem sei.

Vereinbarkeit von Vollzeitarbeit und Familie

In Tirol ist schon jetzt die Vereinbarkeit von Vollzeitarbeit und Familie nicht möglich. „Die Statistik zur Kinderbetreuung in Tirol ist eindeutig und sie sagt: Das geht nicht. Eltern würden damit vor unlösbare Herausforderungen gestellt“, so Selma Yildirim. Nur 30% der 3- bis 5-jährigen Kinder in Tirol, die eine Kinderbetreuungseinrichtung besuchen, sind in VIF-konformer Betreuung.

75% der Kindergärten in Tirol sperren schon vor 16.30 Uhr zu. Nicht einmal die Hälfte bietet nach 14 Uhr noch Betreuung an, nur 5% sperren erst nach 17.30 Uhr zu. Hinzu kommen durchschnittlich 43,6 Schließtage pro Jahr. (Quelle: Statistik der Kinderbetreuungseinrichtungen in Tirol 2015/2016)

Zur Erklärung: VIF-konform: VIF ist der Vereinbarkeitsindex für Beruf und Familie und bedeutet ein Betreuungsangebot von mindestens 45 h pro Woche, mit Mittagessen, täglich mindestens 9,5 h geöffnet, ganzjährig mit einer Schließdauer von maximal 5 Wochen.
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