01.09.2014, 11:42 Uhr

Ewige Baustelle: Jugendmobilität in Tirol

Fordern günstige Öffi-Tickets für alle Menschen in Ausbildung: v.l. GR Lorenz Jahn, Studierendenvertreterinnen Sibylle Gaugler und Mirijam Zimmermann und JVP-LO Dominik Schrott.
Immer noch keine Lösung für Innsbrucker Studierende. Ergebnislose Ankündigungspolitik der Stadtregierung zu Studiticket.

Den Jubelmeldungen der Tiroler Grünen in den vergangen Tagen kann die Junge Volkspartei Tirol nur wenig abgewinnen. Laufend werden neue Probleme beim Schülerticket bekannt und für die Studierenden in der Landeshauptstadt gibt es nach wie vor keine zufriedenstellende Lösung. „Ich sehe hier nur ein Flickwerk, das Gesamtkonzept fehlt“, so JVP-Landesobmann Dominik Schrott.

Gesamtlösung: Bildungsticket
Für die Junge Volkspartei steht ein konkretes, allumfassendes Gesamtpaket für die Mobilität von allen Menschen die sich in Ausbildung befinden im Vordergrund. Hier sieht die JVP Tirol noch große Lücken und Benachteiligungen im grünen Konzept. „Unabhängig von Alter, Reiseweg zum Ausbildungsort und Ausbildungsart wollen wir ein günstiges Öffi-Ticket für alle Menschen in Ausbildung“, erklärt Schrott.

Unausgereifte Ankündigungspolitik der Innsbrucker Stadtregierung
Die Klubobleute der drei Innsbrucker Regierungsfraktionen SPÖ, Für Innsbruck und Grüne, verkündeten im Februar 2013: „Ab 2014 wird es in Innsbruck ein Bildungs- und Jugendticket um max. 150,- geben“ (siehe Screenshot). „Eineinhalb Jahre später hält die für Verkehr zuständige grüne Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider eine Einigung für ein leistbares Studiticket bis Feber 2015 für realistisch, also 14 Monate später als angekündigt“, ärgert sich JVP-Stadtobmann Gemeinderat Lorenz Jahn. „Diese ergebnislose Ankündigungspolitik der Innsbrucker Ampelregierung spüren die Studierenden in ihren Geldtaschen. Viele Studierende fühlen sich aufgrund der folgelosen Ankündigungen von den Innsbrucker Grünen an der Nase herumgeführt“, so Jahn, der eine rasche Lösung für die Stadt Innsbruck fordert und endlich konkrete Ergebnisse der Stadtregierung verlangt.

Petition: Günstiges Ticket auch für Studierende an Abendschulen
Unter Federführung der Studierendenvertreterinnen des Abendgymnasiums in Innsbruck, Sibylle Gaugler und Mirijam Zimmermann, wird am Montag eine Petition beim Land Tirol eingebracht. Für Besucherinnen und Besucher eines Abendlehrganges gilt das vergünstigte VVT-Schülerticket nicht, da diese die derzeitigen Kriterien (mind. 20 Wochenstunden pro Semester bzw. 4 Tage pro Woche an der Schule, sowie die Altersbegrenzung bis 24 Jahre) oft nicht erfüllen. „Menschen die neben dem Berufsleben noch Zeit finden ihrer persönlichen Aus- und Weiterbildung nachzugehen, sollten nicht auch noch aus dem Fördersystem des Landes herausfallen. Darum wenden wir uns mit dieser Petition an das Land Tirol und wir hoffen ein Umdenken bei den handelenden Personen damit herbei zu führen“, sind sich die Studierendenvertreterinnen Gaugler und Zimmermann sicher.
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