09.10.2017, 10:47 Uhr

Geschlechtergerechte Erziehung kann Lohnschere schließen

Frauen wählen immer noch vor allem frauentypische Berufe - die meist auch schlechter bezahlt sind. (Foto: pixabay/xenostral - Symbolbild)

Am 11. Oktober ist Tag des Mädchens - an diesem Tag soll auf die Benachteiligung von Mädchen gegenüber Buben hingewiesen werden. Auch in Österreich zeigen sich diese Benachteiligungen.

TIROL. Anlässlich des Internationalen Tags des Mädchens am 11. Oktober soll auch auf Möglichkeiten zu mehr Chancengleichheit für Frauen hingewiesen werden. Aktuell sind Frauen finanziell häufig benachteiligt.

Geschlechtergerechte Erziehung

Bereits in der Erziehung kann man den Grundstein für die Sicht auf die Geschlechterrollen der Mädchen. Das beginnt bei der Wahl der Kleidung (für Mädchen rosa) oder bei der Wahl des Spielzeugs. So bekommen Mädchen häufig Barbies mit rosa Autos, ein Barbie-Pferd und viel Kleidung und Zubehör. Buben bekommen Spielfiguren wie Batman, die die Welt retten. In einer geschlechtergerechten Erziehung bekommen auch Mädchen Sachen zum Selbermachen und Erforschen. Es wird versucht - unabhängig vom Geschlecht - die Fähigkeiten und Interessen der Kinder zu fördern.

Geschlechtersensible Berufsorientierung

Eine weitere Möglichkeit ist die geschlechtersensible Berufsorientierung. Mit dieser kann schon früh begonnen werden. Hiermit soll damit aufmerksam gemacht werden, dass es auch für Mädchen mehr gibt als Friseurin und Bürokauffrau. Dazu hat die Abteilung Gesellschaft und Arbeit – Bereich Frauen und Gleichstellung ein Berufe-Memory entwickelt. „Ob Maurerin oder Ärztin, ob Busfahrerin oder Pilotin – das Berufe-Memory zeigt auf, dass den Mädchen alle Türen offenstehen“, freut sich Landesrätin Christine Baur.

Girls' Day im April

Einmal im Jahr findet der sogenannte Girls' Day statt. Hier haben Mädchen die Möglichkeit in typische, technische Männerberufe zu schnuppern. Gerade Mädchen wählen auch heute noch häufig frauentypische Berufe, wie der Gleichstellungsbericht 2016 gezeigt hat. Dies erklärt auch die großen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern, was schon in den Lehrlingsentschädigungen deutlich wird. Auch auf der Universität wird dieser Unterschied deutlich. Es studieren zwar mehr Frauen, jedoch wählen sie vor allem geistes- und kulturwissenschaftliche Studienrichtungen bzw. wählen sie das Lehramt.

Nächster Girls' Day: 26. April 2018

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