12.04.2018, 16:27 Uhr

Mair: AUVA-Zerschlagung - Rachefeldzug der Gesundheitsministerin?

Von der Zerschlagung der AUVA sind auch Reha-Einrichtungen wie das RZ Bad Häring betroffen. (Foto: Barbara Fluckinger)

Die Zerschlagung der AUVA hätte weitreichende Folgen - auch ehrenamtliche Organisationen sind betroffen. Auch Opfer nach Sportunfällen profitieren von der AUVA - wie beispielsweise Kira Grünberg.

TIROL. Durch die Berichterstattung der vergangenen Tage wurde deutlich, dass es eine Verknüpfung zwischen der AUVA und FPÖ-Gesundheitsministerin Elisabeth Hartinger-Klein gibt. Auch zwischen Kira Grünberg und der AUVA gibt es eine Verbindung - sie wurde bei der Rehabilitation nach ihrem Sportunfall durch die AUVA unterstützt.

Verbindung zwischen AUVA und Ministerin Elisabeth Hartinger-Klein

Zwischen der FPÖ-Gesundheitsministerin Elisabeth Hartinger-Klein und der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) besteht eine Verbindung. Bereits 2015 hat sie sich vergeblich als Generaldirektorin bei der AUVA beworben und wurde aber abgelehnt. Im Anschluss hat sie sich durch alle Instanzen geklagt. Erst im Jänner 2018 zog sie die Klage zurück. Der Tiroler Grünen Gesundheitssprecher Gebi Mair sieht in der Ankündigung Hartinger-Kleins einen persönlichen Rachefeldzug auf dem Rücken der Menschen. Sie müsse wegen Befangenheit von diesem Themenbereich abgezogen werden. „Ich frage mich, wie lange Sebastian Kurz hier noch tatenlos zuschaut“, so Gebi Mair.

Ehrenamtliche Organisationen betroffen

Durch die Zerschlagung der AUVA sind auch ehrenamtliche Organisationen wie Rettung, Feuerwehren, Bergrettung und Co betroffen. Freiwillige Helfer sind in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit über die AUVA Unfall versichert. Noch nicht geklärt ist, was bei der Auflösung der AUVA mit diesen ehrenamtlichen Helfern geschieht: „Ich gehe davon aus, dass sich auch die Länder klar dagegen aussprechen werden, einzuspringen, wenn der Bund sich aus der Verantwortung nehmen will.“, so Gebi Mair.

Kira Grünberger und die AUVA REHA-Einrichtung Bad Häring

Gebi Mair zeigt sich verwundert über die Haltung der ehemaligen Stabhochspringerin Kira Grünberg in Bezug auf die Zerschlagung der AUVA. Nach ihrem Unfall beim Stabhochsprung wurde sie in der AUVA REHA-Einrichtung in Bad Häring behandelt. Der Unfall von Kira Grünberg wurde vom Bundesheer als Dienstunfall anerkannt. Im Zuge dessen hatte Grünberg Anspruch auf die AUVA-Leistungen wie  Rehabilitation, Pflegegeld und Pensionsansprüche sowie Zuschüsse zu Umbauten und Anschaffungen. Von MitarbeiterInnen wurde weiters die Spendenaktion "Laufen für Kira" unterstützt. "Es sind Fälle wie diese, die aufzeigen wie wertvoll und unverzichtbar die Leistungen der AUVA sind", so Gebi Mair.

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