17.01.2018, 11:50 Uhr

Maßnahmen zur Gleichstellung in Tirol

Die Landesregierung will die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ausbauen. (Foto: pixabay.com)

Der Ruf nach Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern wurde von der Regierung gehört. Als Basis für einen Maßnahmenplan soll die "Gleichstellungsstrategie Tirol" herhalten.

TIROL. Im Wesentlichen soll Frauen eine "gleichberechtigte Teilhabe an Erwerbsarbeit" zukommen, die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern soll reduziert werden und die soziale Absicherung muss verbessert werde, erläutert Frauenlandesrätin Christine Baur. Die "Gleichstellungsstrategie Tirol" setzte verschiedene Schwerpunkte darunter unter anderem:

Arbeit und Einkommen

Hochwertige Erwerbsarbeitsplätze, die existenzsichernd sind, müssen laut der Gleichstellungsstrategie für Frauen geschaffen werden, so LRin Baur. Zusammenhängend muss eine "gleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern" bestehen.

Bildung

Im Bereich der Bildung wird eine geschlechtsneutrale Bildungs- und Berufsberatung empfohlen. "Schon in der Aus- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen kann ein Augenmerk auf die Gender- und Gleichstellungskompetenz gelegt werden", erläutert LRin Baur. 

Rollenbilder

Rollenbilder und Stereotypen finden sich auch im Bereich der Erwerbsarbeit und des Einkommens wieder. Ein wichtiger Schritt wäre somit auch die Erhöhung des Frauenanteils in "Männerdomänen". Eine generelle Auflösung der Rollenklischees muss das Ziel sein. Dies bedeutet auch eine Förderung von Männern für Berufe mit höherem Frauenanteil wie Kindererziehung.

Vereinbarkeit von Arbeit und Familie

Ziel ist eine gleichmäßige Verteilung der Betreuungsarbeit. Dazu muss allerdings eine gesellschaftliche Akzeptanz der Väterkarenz bestehen. Zusätzlich soll das Bildungs- und Betreuungsangebot ausgebaut werden und zu einem leistbaren Rahmen angeboten werden. 

Gewaltprävention und Gewaltschutz

Die Gleichstellungsstrategie empfiehlt eben der Gewaltprävention Maßnahmen zum Gewaltschutz. Dies soll Opferschutz- und Opferberatungseinrichtungen beinhalten. 

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