15.09.2014, 11:28 Uhr

Plattform „Rettet die Kalkkögel“ lehnt Gesprächsangebot von Arge-Brückenschlag ab

NEUSTIFT (cia). In der Vorwoche hat Bürgermeister Peter Schönherr im Namen der Arge-Brückenschlag der vor kurzem gegründeten Plattform „Rettet die Kalkkögel“ ein Gesprächsangebot unterbreitet. Dieses hat heute Christoph Milborn im Namen seiner Plattform abgelehnt.

Für Schönherr ist es augenscheinlich, dass der Plattform einige Informationen fehlen. Dies bestreitet Milborn gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN: "Wir haben einen Sehr guten Einblick in das Thema." Aus diesem Grund bestehe zum aktuellen Zeitpunkt auch kein Grund für ein Gespräch. Trotz großen Respekts für Bgm. Schönherr seien die Standpunkte klar und sehr unterschiedlich.

Das Ziel der Plattform sei es eben, die Gegenpositionen zu einem Zusammenschluss der Schigebiete darzustellen. "Langfristig ist es aber sicher eine gute Idee, gemeinsam Alternativen dazu zu diskutieren", so Milborn. Zuvor müsse aber sichergestellt sein, dass es nicht zum Bau einer Seilbahn kommt.

Die Einladung der Arge-Brückenschlag im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr DI Milborn,

mit Interesse habe ich Ihr Auftreten und Ihren Einsatz um das Thema Brückenschlag zur Kenntnis genommen. Dabei gibt es augenscheinlich ein bestimmtes Maß an Informationen zu diesem Projekt, die ich Ihnen und Ihren Mitstreitern gerne im Namen der Arbeitsgemeinschaft Brückenschlag zugänglich machen würde. Dies zeigt auch die Selektion der von Ihnen versandten Bilder - auf zumindest einem dieser Bilder wäre das Projekt gar nicht zu sehen!

Ich würde mich freuen, wenn Sie und Ihr Team in den nächsten Tagen Zeit hätten, sich von uns aus erster Hand über das Projekt und seine tatsächlichen Auswirkungen und Dimensionen informieren zu lassen und mit Vertretern der Betreiber, Bürgermeistern und Touristikern in einen diskursiven Prozess zu treten. Vielleicht sehen Sie nach einer intensiven Diskussion manche Fakten anders - mindestens sind Sie aus erster Hand und vollinhaltlich über den Brückenschlag informiert.

Wir stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung - Bitte sagen Sie mir, wann und wo wir einen Termin zum offenen und unvoreingenommenen Gedankenaustausch machen können. Gerne stellen wir auch einen Raum zur Verfügung!

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Für die ARGE-Brückenschlag
Peter Schönherr"

Die Antwort der Plattform „Rettet die Kalkkögel“ im Wortlaut:

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schönherr.

Wir danken Ihnen für Ihre Einladung zu einer Diskussionsrunde.
Da wir mittlerweile jedoch einen sehr genauen Einblick in die Thematik Brückenschlag haben, sehen wir derzeit keine Notwendigkeit eines gemeinsamen Diskurses über den Brückenschlag an sich.

Dennoch möchte ich ein paar wenige Punkte zur Erklärung anführen:
- Bei Fotos auf denen die Trasse nicht zu sehen wäre, geht es uns nicht um die Seilbahn, sondern um das Schutzgebiet an sich.
- In weiterer Folge geht es uns auch nicht nur um das Schutzgebiet Kalkkögel, sondern auch um den Umgang der Politik mit Schutzgebieten im Allgemeinen.
- Bei der Darstellung möglicher Erweiterungen zeigen wir Visionen auf, die bereits mehrfach ausgesprochen wurden, egal ob sie realisiert werden, oder nicht.
- Zudem sehen wir die Entwicklung des Tourismus in der Region nicht ausschließlich im Ausbau von Schigebieten, sondern im Fokus auf alternative Tourismuskonzepte, denen ein respektvoller und sanfter Umgang mit der Natur zu Grunde liegt.
Für eine Diskussion dieser alternativen Konzepte stehen wir in weiterer Zukunft natürlich gerne zur Verfügung.
Auch eine Stärkung der Region durch Ganzjahreskonzepte und auch eine Investition in die Region abseits des Tourismus sollte aus meiner Sicht nicht außer Acht gelassen werden.

Mit freundlichen Grüßen,

DI Christoph Milborn
Plattform „Rettet die Kalkkögel“

Alle Infos zum Brückenschlag auf einen Blick
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Fritz Gurgiser aus Schwaz | 16.09.2014 | 14:31   Melden
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