17.09.2014, 07:00 Uhr

Ton um die Kögel wird rauer

Ein Gesprächsangebot der Arge-Brückenschlag an "Rettet die Kalkkögel" wurde ausgeschlagen.

FULPMES. Rund um das Thema "Brückenschlag" wird der Tonfall von Gegnern und Befürwortern schärfer.

Für den Bürgerklub-Obmann Fritz Gurgiser ist es "erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit immer noch behauptet wird, der Zusammenschluss Lizum-Schlick wäre gar so ,locker rechtlich machbar', obwohl das Gegenteil seit knapp vier Jahren bekannt ist". Dabei bezieht er sich auf ein Schreiben der Alpenkonvention Ende 2010 (Link).

Initiativen präsentieren sich
Praktisch zeitgleich präsentierten sich am Dienstag nach Redaktionsschluss zwei vor Kurzem gegründete Plattformen im Gebiet der Kalkkögel. Während sich die Sprecher von "Rettet die Kalkkögel" auf der Adolf-Pichler-Hütte der Öffentlichkeit stellten, legte "Pro Brückenschlag" am Vorplatz der Bergstation der Kreuzjoch-Bahn ihre "Erklärung zum Brückenschlag" dar. Auf der Adolf-Pichler-Hütte wurde auch ein Flugblatt, das am Donnerstag an alle Haushalte im Stubai versendet worden ist, näher erläutert (siehe Bilder).

"Pro Brückenschlag" (JVP, JB/LJ, Unternehmer) kritisiert die "Einmischung von auswärts". "Die schaden uns und der Zukunft unseres Tals“, sagt Fabian Muigg, Obmann der JVP-Fulpmes. Muigg hat gemeinsam mit Christoph Ranalter (Jungbauernschaft und Landjugend) und Unternehmern aus der Region die Initiative gegründet.

Kein Gespräch
In der Vorwoche hat Bürgermeister Peter Schönherr im Namen der Arge-Brückenschlag der Plattform „Rettet die Kalkkögel“ ein Gesprächsangebot unterbreitet.

Diesen Vorschlag hat Christoph Milborn am Montagvormittag im Namen seiner Plattform abgelehnt.

Für Schönherr ist es augenscheinlich, dass der Plattform einige Informationen fehlen. Dies bestreitet Milborn gegenüber den BEZIRKSBLÄTTERN: "Wir haben einen Sehr guten Einblick in das Thema." Aus diesem Grund bestehe zum aktuellen Zeitpunkt auch kein Grund für ein Gespräch.

Trotz großen Respekts für Bgm. Schönherr seien die Standpunkte klar und sehr unterschiedlich. Das Ziel der Plattform sei es, die Gegenpositionen zu einem Zusammenschluss der Schigebiete darzustellen. "Langfristig ist es aber sicher eine gute Idee, gemeinsam Alternativen dazu zu diskutieren", so Milborn. Zuvor müsse aber sichergestellt sein, dass es nicht zum Bau einer Seilbahn kommt.

Hier gibt es alle Informationen in einem Flyer:
Zum Flyer

Alle Infos zum Brückenschlag auf einen Blick
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