08.02.2018, 10:35 Uhr

Yildirim: Immer noch zu wenig Frauenhäuser - Ziele sind zu niedrig gesteckt

Landesfrauenvorsitzende Nationalrätin Selma Yildirim fordert seit Jahren mehr Frauenhausplätze. Insbesondere in Tirol herrscht Handlungsbedarf. (Foto: Zinner)

100 zusätzliche Plätze bis 2022 in Frauenhäusern kündigte die ÖVP-Frauenministerin Bogner-Strauß an. "Ein Tropfen auf den heißen Stein", wenn es nach Nationalrätin Selma Yildirim geht. Das Ziel ist zu niedrig gesteckt und selbst wenn die Regierung die 100 Plätze bis 2022 schafft, wird die Anzahl immer noch nicht ausreichen.

TIROL. Was die Plätze in Frauenhäusern angeht, empfiehlt der Europarat einen Platz pro 10.000 Einwohner. Für Tirol würden somit 75 Plätze nötig sein, so Yildirim

Gewaltschutzplan aufgeschoben

Die Länder sind für die Finanzierung der Frauenhäuser zuständig. Die SPÖ brachte im Zusammenhang in Tirol einen Landtagsantrag ein, um einen Gewaltschutzplan fördern zu lassen. Der Plan sollte unter anderem Maßnahmen für das Tiroler Oberland beinhalten. Doch die Landesregierung schob den Gewaltschutzplan hinaus bis auf das Ende des Jahres 2018.
Neben dieser Problematik bemängelt NRin Yildirim die Tatsache, dass Frauen, die vor Gewalt in der Familie flüchten müssen, immer noch zu wenig Plätze in Schutzrichtungen vorfinden. Besonders im Tiroler Oberland ist die Situation prekär, hier gibt es keinerlei Zufluchtsmöglichkeit. Yildirm betont nochmals: "Tirol und insbesondere das Oberland sind Notstandsgebiet. Wir werden nicht locker lassen, bis das behoben ist“.

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Schutz für Frauen: Neues Frauenhaus und Gewaltprävention
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.