12.01.2018, 08:26 Uhr

Yildirim: Regierung betreibt ‚zurück an den Herd-Politik‘

Selma Yildirim: „Regierung betreibt ‚zurück an den Herd-Politik‘“ (Foto: pixabay - Symbolbild)

Mit Familienbonus und Erhöhung des Alleinverdienerabsetzbetrags sollen Frauen zurück an den Herd gedrängt werden - Altersarmut ist die Folge.

TIROL. Am 10.01.2018 beschloss der Ministerrat der ÖVP-FPÖ-Regierung den Familienbonus. Davon werden nur die Kinder aus Familien mit mindestens mittlerem Einkommen profitieren - viele gehen leer aus.

Was bekommen Familien mit niedrigem Einkommen?

„Familien mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende und insbesondere viele Frauen gehen leer aus“, so Landesfrauenvorsitzende Nationalrätin Selma Yildirim. Bisher gibt es kein Konzept der Schwarz-Blauen-Regierung für diese Gruppe. Jedoch insgesamt zeichne sich eine Retropolitik ab: Frauen zurück an den Herd.

‚Zurück an den Herd-Politik‘

Geplant ist eine Erhöhung des Alleinverdienerabsatzetrages. Dieser würde Frauen wieder zum Daheimbleiben motivieren. Sie würden wieder die unbezahlte Familienarbeit übernehmen, wie Haushalt oder Kinderbetreuung. Dies hat dann jedoch wieder zur Folge, dass gerade diese Frauen noch mehr von Altersarmut betroffen sein werden. Denn genau diese Familienarbeit führt dazu, dass Frauen nur in Teilzeit arbeiten oder erst viel später wieder in einen Beruf einsteigen.

„Ich möchte, dass Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ohne Abhängigkeiten und Armutsgefährdung aufgrund von Betreuungspflichten.", so Selma Yildirim. Um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können, brauche es Invstitionen in den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen.

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