17.11.2016, 14:16 Uhr

8 Reisetipps für sicheres Reisen

INNSBRUCK (sara). Viele Reisefans sind angesichts von Terror und anderen Bedrohungsszenarien verunsichert. Darum wurde beim alljährlichen Reise-Sicherheitsgipfel in Wien diskutiert, welche Vorsorgemaßnahmen unbeschwertes Reisen in ferne Länder ermöglichen. Die Experten Wolfgang Lackner, Vorstandsvorsitzender der Europäischen Reiserversicherung AG, Herwig Kollaritsch vom Zentrum für Reisemedizin Wien, Josef Peterleithner, Präsident des Österreichischen Reiseverbandes, sowie Petra Schneebauer, Abteilungsleiterin des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres haben gute Tipps für Reisen in ferne Länder:

1. Vor Reiseantritt seriöse Informationen über Reiseland einholen

Petra Schneebauer: „Ich empfehle die Reiseinformationen des Außenministeriums auf unserer Website www.bmeia.gv.at. Wir halten diese möglichst aktuell, indem wir mit mehr als 100 österreichischen Vertretungsbehörden vor Ort zusammenarbeiten, reagieren aber auch auf Rückmeldungen von Österreichern im jeweiligen Land.“ Es gibt sechs Sicherheitsstufen – von Stufe 1, dem Sicherheits-Standard in Österreich, bis zur partiellen und totalen Reisewarnung.
Reisemediziner Herwig Kollaritsch warnt vor falschen Hysterien. So sei die panische Angst etwa vor dem Zika-Virus in den meisten Fällen unbegründet. „Am meisten haben wir mit ‚Doktor Google‘ zu kämpfen“, sagt Kollaritsch mit Verweis auf Halbwahrheiten oder Falschinformationen aus dem Internet. „Reisemediziner verfügen heute über exzellentes aktuelles Datenmaterial von internationalen Gesundheitsbehörden und können dem Reisenden wöchentlich aktuelle Informationen über gesundheitliche Gefahren geben.“

2. Gesundheit checken und Reiseverlauf danach ausrichten

Immer mehr – vor allem ältere – Menschen muten sich auf Reisen mehr zu als ihrer Kondition entspricht, warnt Reisemediziner Herwig Kollaritsch. „Den Kilimandscharo kann man zwar vergleichsweise bequem mit normalen Sportschuhen besteigen, aber viele vergessen, dass es in 6.000 Meter Höhe gesundheitliche Probleme geben kann.“ Ein Gesundheits-Check sei sinnvoll, so der Mediziner.

3. Auf den Vertragspartner der Reise achten

Die Jagd nach Reiseschnäppchen im Internet wird immer beliebter. Vor diesem Hintergrund warnt Josef Peterleithner, Präsident des Österreichischen Reiseverbandes, davor, dass beim Buchen Sicherheitsaspekte oftmals vergessen werden. „Den größten Schutz bietet die Pauschalreise eines seriösen Reiseveranstalters in Verbindung mit einer Reiseversicherung“, so Peterleithner.

4. Erst baden, dann Rundreise

Auch wenn viele Reiseveranstalter die umgekehrte Reihenfolge anbieten: „Der Gesundheit zuliebe empfiehlt es sich vor allem bei älteren Reisenden, mit dem Badeurlaub zu beginnen, und erst danach die Rundreise zu starten. So kann sich der Körper besser auf die Klimaänderung einstellen“, erläutert Kollaritsch.

5. Den Bedarf größerer Medikamenten-Mengen bestätigen lassen

Ein Tipp des Mediziners für Reisende, die eine größere Zahl von Medikamenten ins Ausland mitnehmen müssen: „Nehmen Sie eine entsprechende Arzt-Bestätigung in englischer Sprache mit ins Handgepäck. In einigen Ländern können Sie sonst Probleme bekommen, wenn Sie des Handels verdächtigt werden.“

6. Registrieren auf reiseregistrierung.at

Wer sich vor Reiseantritt auf der Website des österreichischen Außenamtes registriert, wird im Ernstfall vom örtlichen Konsulat via SMS verständigt und bekommt auch rasche Hilfe von den österreichischen Behörden. Petra Schneebauer betont, dass die Registrierung unter strenger Einhaltung des Datenschutzes erfolgt: „Verständigt werden primär die Reisenden selbst. Nach der Rückkehr werden die Daten komplett gelöscht.“

7. Den Hausverstand einschalten

Peterleithner appelliert auch an die Eigenverantwortung des Reisenden: „Jeder Urlauber sollte beachten, dass er nicht unbedingt mit der Rolex-Uhr oder der wertvollen Halskette auf Reisen geht, kein rohes Fleisch isst, nicht in der ärgsten Hitze Sport treibt und Menschenansammlungen meidet.“

8. Versichert in den Urlaub

Wolfgang Lackner verweist auf die Sinnhaftigkeit einer umfangreichen Reiseversicherung inklusive Stornoschutz gerade bei teureren Fernreisen. „Wer unversichert wegen Erkrankung eine Reise storniert, muss mit hohen Kosten rechnen.“ Aber speziell medizinische Leistungen im Ausland können ohne Versicherung zum finanziellen Fiasko werden: „So kostet zum Beispiel in den USA ein Tag auf der Intensivstation eines Krankenhauses bis zu 10.000 Dollar am Tag, eine Rückholung im Ambulanzjet aus den USA oder Asien bis zu 100.000 Euro und aus Australien bis zu 150.000 Euro.“ Die Reiseversicherung deckt nicht nur diese Kosten ab, sondern bietet auch über die Notrufnummer Soforthilfe mit einem weltweiten Netzwerk in 208 Ländern.

Hält man sich an diese Tipps, kann man unbeschwert und mit einem sorgenfreien Gefühl in den Urlaub starten und sich einfach darauf freuen!
Rückfragen:
Europäische Reiseversicherung
Tel. 01/ 317 25 00, www.europaeische.at
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