23.09.2014, 16:40 Uhr

"I freu mich wie ein Schulbua"

Die Kletterer: Reinhold Scherer (mitte) und Wilhelm Heiko (li.)

Für die einen geht ein Traum in Erfüllung, für die anderen ist es ein Vorzeigeprojekt: Die neue Kletterhalle.

m Sommer 2015 soll es endlich losgehen: Die Tiroler Kletterwelt bekommt eine neue, größere Heimat. Ein Kletter-, Boulder- und Bundesleistungszentrum soll im WUB-Areal das überfüllte Tivoli-Kletterzentrum ersetzen.

Skaterhalle bleibt
Die seit 2011 vorhandene Skaterhalle wird nicht umgebaut. Es kommt lediglich eine Kletterhalle mit 17 m hohen Routen und einer Innen- und Außenkletterfläche von insgesamt 2200 qm dazu. Gebaut wird ab 2015, fertiggestellt bis spätestens Anfang 2017. Wettkampfvorrunden zur Innsbrucker Kletter-WM 2018 finden zu dieser Zeit schon statt. Nach ersten Rechnungen wird die Investition insgesamt 9,8 Mio. Euro kosten. Die Kosten tragen größtenteils die Stadt und das Land (jeweils 35 Prozent), den Rest der Bund.

Neun Verhandlungsjahre
"Ich freu mich wie ein kleiner Schulbua", ist Reinhold Scherer, GF der Kletterhalle Tivoli vom startenden Projekt begeistert. Vor neun Jahren gab Scherer den Anstoß zu den Verhandlungen über einen Ausbau der Kletterhalle. Jährlich benutzen 50.000 Sportler und Sportlerinnen die 410 qm große Boulder- und Kletterfläche im Stadion. Ein Ausbau eben hier – wie es noch vor einigen Jahren hieß – würde nur ein "Flicken und Strecken" sein, meint die Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.
Die Kletter-WM braucht einen angemessenen Standort, aber auch für Jugendliche soll es ein Anziehungspunkt werden. "Zentral und gut erreichbar, jedoch verkehrsberuhigt, direkt an der Sill", so Oppitz-Plörer.

Viele Facetten

Anziehend findet Heiko Wilhelm, Sportdirektor des Österreichischen Wettkletterverbandes, dass sich in der Anlage der Breitensport mit dem Spitzensport trifft. Voraussichtlich werden die Eintrittspreise zum Areal im Vergleich zum Tivoli-Stadion (Tageskarte für Erwachsene 10,30 Euro) steigen: "Nur minimal: Tageskarten werden zwischen 10 und 13 Euro kosten", so Scherer, der das Zentrum betreiben wird.
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