07.06.2017, 08:15 Uhr

Teufelsmühlenlauf in Sistrans - Sport und Integration

Eines ist sicher - der zwölfte Teufelsmühlenlauf in Sistrans war ein voller Erfolg: fantastische Zeiten, strahlende Gesichter und eine gelungen Veranstaltung.

SISTRANS. Am 3. Juni fand in Sistrans der 12. Teufelsmühlenlauf statt. 171 Kinder und 112 Erwachsene liefen beim Gerhard-Eberl-Gedächtnislauf um die ersten Plätze. Den Hauptlauf über 14 km gewann Christoph Kluge vor Markus Mitterdorfer. Den Hobbylauf über acht Kilometer gewannen drei afghanische Asylwerber.

Das Mittelgebirge läuft

Strahlender Sonnenschein und zum Laufen eigentlich zu warme Temperaturen lockten Läufer von den anliegenden Dörfern, aus dem Stubaital, aus Innsbruck, ja sogar aus Kramsach nach Sistrans zum 12. Teufelsmühlenlauf. Unter den Läufern war auch einige Prominenz, so kamen zwei Fußballspieler des deutschen Fußballvereins 1. FC Kaiserslautern zum Start. Sie sind derzeit in einem Trainingslager in der Nähe. Durch das Internet hätten sie von dieser Laufveranstaltung erfahren und sich zur Teilnahme entschlossen, so einer der beiden Fußballer.
Am Nachmittag fanden die Kinderläufe statt. Die 171 Kinder und Jugendliche liefen - angefeuert von den vielen Eltern und Zuschauern entlang der Strecke - ihre Runden. Am späten Nachmittag starteten dann die Erwachsenen für die acht und die 14 km lange Strecke.

Laufen für den Sieg

Auf der 14 km langen Strecke kämpften die beiden Favoriten Christoph Kluge (SK Rückenwind) und Markus Mitterdorfer (ARBÖ RC Bikepoint) um den Sieg. Mitterdorfer hatte im vergangenen Jahr den Teufelsmühlenlauf gewonnen. Letztendlich konnte sich Kluge nach einem spannenden Rennen auf der schwierigen Strecke durchsetzen. Er gewann das Rennen in einer Zeit von 54:03 Minuten. Zweiter wurde dann Markus Mitterdorfer in einer Zeit von 56:28 m vor Lukas Rubisoier (LT Raika Kolsass/Weer) in 57:41 m. Bei den Frauen gewannen Mirka Radulovic (SK Völs 1:13:49), Nicola Klingenschmid (SV Sistrans 1:15:24) und Verena Grimm (SV Sistrans 1:15:41). Das besondere an der Strecke des Teufelsmühlenlaufs sind die Höhenmeter und die zwei schwierigen Anstiege, die bewältigt werden müssen.

Sport ist Integration

Auf der acht Kilometer-Strecke kam es zu einem afghanischen Dreifach-Sieg. Die drei Asylwerber aus Innsbruck konnten sich klar gegen die anderen Läufer durchsetzen. Es gewannen Gohlam Ali Mahmudi (35:25) vor Alireza Jamshidi (36:05) und dessen Bruder Jahangir Jamshidi (36:15), alle vom Verein Refugees Run. Jahangir hatte bereits den Lauf der unter 18jährigen gewonnen. "Ich habe mir nie träumen lassen, dass hier drei afghanische Asylwerber gewinnen könnten", so Werner Brugger vom Veranstalter SV Sistrans. "Sport ist ein perfektes Mittel zur Integration."
Bei den Frauen gewannen Sophia Moosbrugger (40:52), Julia Gretschnig (BLT Raika Volders 41:36) und Melanie Gretschnig (BLT Raika Volders 42:03).

Ein gelungenes Laufevent

Der SV Sistrans konnte wieder mit einer gelungenen Laufveranstaltung überzeugen. Für Speis und Trank wurde bestens gesorgt, Für die Läufer - auch schon für die Jüngsten - gab es im Zielbereich eine Labestation und kalte Getränke. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten für einen reibunglosen Ablauf des 12. Teufelsmühlenlaufs. Dieser Gerhard-Eberl-Gedächtnislauf war ein kurzweiliger und spannender Laufnachmittag mit vielen Gewinnern. Im kommenden Jahr wird der Start wieder in Rinn sein.
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