06.10.2017, 12:14 Uhr

40 Jahre Innenstadtverein

Thomas Hudovernik, Obmann Innenstadtverein, Mariella Lutz, Vorstandsmitglied Innenstadtverein und Sebastian Schneemann, Kassier Innenstadtverein (v.l.) bei der Pressekonferenz zu 40 Jahre Innenstadtverein
Innsbruck: Innenstadt |

Anlässlich des Jubiläums wurde Bilanz gezogen und ein Ausblick gewagt

INNSBRUCK. Im Oktober 1977 wurde der Innenstadtverein mit dem Auftrag gegründet, die Maria-Theresien- Straße in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Heute ist er Sprachrohr und Ansprechpartner für seine fast 300 Mitglieder, er organisiert Veranstaltungen, betreibt Marketing und bietet Instrumente zur Kundenbindung. Das alles hat einen Zweck: die Attraktivierung der Stadt und die damit verbundene Erhöhung der Besucherfrequenz, vor allem in den Seitenstraßen rund um die Maria-Theresien-Straße.

Treibende Kraft

Der Innenstadtverein ist auch die treibende Kraft hinter dem Projekt „Umgestaltung Bozner Platz“. Das Projekt soll in der kommenden Legislaturperiode angegangen werden. Ziel ist es, den Platz und die angrenzenden Straßenzüge aufzuwerten und als Einfallstor vom Bahnhof in die Innenstadt attraktiv zu machen. Der Platz soll außerdem - in Kombination mit einem entsprechenden gastronomischen Angebot - zum Verweilen und Innehalten für Einheimische und Touristen einladen. „Wir hoffen auf eine rasche Umsetzung. Bis dahin werden wir den Platz mit diversen Veranstaltungen bespielen und temporäre Verschönerungsmaßnahmen anregen“, so Mariella Lutz, Vorstandsmitglied des Innenstadtvereins.

Olympia

Aus aktuellem Anlass spricht sich der Innenstadtverein zudem für eine Bewerbung zu „Olympia 2026“ in Tirol aus. Neu gedachte Olympische Winterspiele seien ein Motor für die Entwicklung der Region. Tirol könne sich als qualitativ hochwertiges wertschöpfungsstarkes Wintersportland Nummer 1 behaupten und regional angepasste Spiele als wirtschaftlichen Innovationsmotor nützen: „Olympia 2026 ist ein starker wirtschaftlicher Impuls für die Region und die Stadt Innsbruck. Die Stadt kann damit ihr Profil stärken. Es gibt keine bessere Möglichkeit für eine weltweite Positionierung von Innsbruck“, ist Ulrich Miller, Obmann Stellvertreter des Innenstadtvereins von einer Bewerbung überzeugt.

Events

Der stationäre Handel befindet sich bereits seit geraumer Zeit im totalen Umbruch.
Nicht mehr der Handel diktiert, wo, wie und bei wem gekauft wird, sondern die Konsumenten selbst. Die Bedeutung von Retail als Teil des Angebots Mixes geht sukzessive zurück. Die Konsumenten der Zukunft erwarten ein vielfältiges Angebotsspektrum und haben mehr Bedürfnisse als nur Einkaufen: sie wollen Zusatzangebote nutzen und etwas erleben – Angebote die ihnen online nicht geboten werden. Aus diesem Grund organisiert der Verein große und kleine Events, um den Shopping Standort Innsbruck auch über die Region hinaus zu bewerben und zu stärken.
„Wir sind froh, mit dem Innenstadtverein einen starken Partner zu haben, mit dem wir gemeinsam einen Mehrwert für die Besucher Innsbrucks umsetzen können. Deshalb engagiert sich das Kaufhaus Tyrol partnerschaftlich Im Verein“, freut sich Sebastian Schneemann, Centermanager des Kaufhaus Tyrol und Kassier des Vereins über die gute Zusammenarbeit.

Online Handel

Nicht zuletzt fordert der Verein eine Chancengleichheit mit dem Online Handel – große Onlinehändler zahlen regional keine Steuern und verzerren dadurch den Wettbewerb auf Kosten der lokal ansässigen Shops mit Steuerpflicht im Inland.

Fußgängerzonen, Verkehr, Parken

Um als Innenstadt in Zukunft weiterhin attraktiv zu sein, müssen die Fußgängerzonen ausgeweitet werden. Aufenthaltsqualität entsteht über die Verringerung des Verkehrs und der oberflächlichen Stellplatzanzahl in den Innenstadtstraßen. Stellplätze in den unzähligen Garagen und am Stadtrand mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung sind in großer Anzahl vorhanden. "Mittelfristig soll nur mehr der Ziel- und Quellverkehr in die Innenstadt fahren dürfen und kein Durchzugsverkehr!", verlangen die Verantwortlichen deshalb und verstehen sich als als Vordenker. „Die Mobilität wird sich verändern. Alternative Transportmittel zum Auto werden immer mehr zur Realität. Das birgt die Chance in sich, in der Innenstadt mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. In allen Planungs- und Baumaßnahmen muss das prioritär berücksichtigt werden. Fußgängerzonen und Verweilplätze sind die Zukunft“, argumentiert Thomas Hudovernik, Obmann des Innenstadtvereins.

Fahrräder

Dem Trend hin zu elektrisch angetriebenen Fahrrädern solle mit überdachten Abstellplätzen und einem durchgehend ausgebauten Wegenetz bis in die Umlandgemeinden Rechnung getragen werden. Dementsprechend müsse auch die innerstädtische Infrastruktur hinsichtlich sicherer und geschützter Ladestellen angepasst werden.

Geschenkmünze

Die Innenstadt-Geschenksmünze ist ein langjähriges Erfolgsprodukt des Innenstadtvereins. Um diese Zukunftsfit zu machen und die Engpässe zu Weihnachten zu vermeiden, wird die Münze im kommenden Jahr 2018 auf eine Gutscheinkarte umgestellt werden.
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