26.11.2016, 10:37 Uhr

Der Tiroler Handel startet gut gerüstet ins Weihnachtsgeschäft

Blicken dem Weihnachtsgeschäft optimistisch entgegen (v. l.): Handelsobmann Martin Wetscher, WK-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler und Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria. (Foto: WKT)

Die Adventzeit ist die umsatzstärkste Zeit im Tiroler Handel. In diesem Jahr blickt der Handel positiver auf das Weihnachtsgeschäft als in den vergangenen Jahren.

TIROL. Die Adventszeit ist die für viele Handelsbetriebe die umsatzstärkste Zeit im Jahr. Der Einzelhandel erzielt im Weihnachtsgeschäft zusätzlich zum normalen Monatsumsatz noch einmal rund 2,4 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.

Gute Einschätzung des kommenden Weihnachtsgeschäfts

Das heurige Weihnachtsgeschäft startet unter guten Vorzeichen. Die Konjunkturentwicklung im Tiroler Einzelhandel ist besser als im Vorjahr. Umfragen zeigen, dass TirolerInnen heuer um 20 Euro mehr - also rund 370 Euro - für Geschenke ausgeben wollen, so Spartenobmann Martin Wetscher. Auch die nominellen Konsumausgaben der privaten Haushalte sind gestiegen. Die TirolerInnen über 15 Jahren planen rund sieben Geschenke für Weihnachten zu kaufen, das sind rund 4 Millionen Geschenke.

60 Prozent der Tiroler Handelsunternehmen erwarten, dass die Umsätze wieder das gute Niveau des Vorjahres erreichen werden. 30 Prozent glauben an eine Steigerung und nur 10 Prozent rechnen mit Rückgängen.

Die beliebtesten Geschenke

Besondere Bedeutung hat das Weihnachtsgeschäft für den Spielwarenhandel, den Uhren- und Schmuckhandel, den Papier- und Buchhandel sowie den Elektroeinzelhandel. In diesem Jahr will man, so Ernst Gittenberger von der KMU-Forschung Austria, vermehrt Gutscheine verschenken. Danach folgen Bekleidung und Textilien, Büchern, Spielwaren und Kosmetika.

Online-Handel im Weihnachtsgeschäft

Rund 38 Prozent der TirolerInnen bestellt zumindest teilweise ihre Geschenke online. „Für immer mehr Menschen ist es ganz selbstverständlich, das Internet in den Einkaufsvorgang miteinzubeziehen. Sei es, um tatsächlich zu shoppen, oder sei es, um sich vor einem Kauf zu informieren“, so E-Commerce-Expertin und WK-Vizepräsidentin Barbara M. Thaler. Daher sind auch für heimische Unternehmen online-Angebote von großer Bedeutung. Daneben spielt auch eine einfache, transparente Kommunikation mit den Kunden eine wichtige Rolle.

Die Idee eines digitalen Binnenmarkts

Die EU-Kommission hat einen Verordnungsvorschlag im Bereich "Geoblocking und Binnenmarkt" eingebracht. Die Europäische Union empfiehlt einen "digitalen Binnenmarkt". Innerhalb der EU sollen Waren und Dienstleistungen zum selben Preis angeboten werden und die selben Zahlungsmittel akzeptiert werden. Dies stellt gerade kleinere Unternehmen vor technische und logistische Herausforderungen, so Barbara M. Thaler. Zusätzlich führt eine juristisch notwendige Beratung im In- und Ausland zu zusätzlichen finanziellen Belastungen.
Auch wenn man online bestellt, sollten die Geschenke bei Tiroler Unternehmen gekauft werden, so bleibt die Wertschöpfung in Tirol, so Martin Wetscher.
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