12.09.2016, 10:29 Uhr

Neun Jahre "Zweite Sparkasse" in Tirol

Hans Unterdorfer und Dietmar Gschließer zogen Bilanz über neun bzw. zehn Jahre "Zwiete Sparkasse".

Sparkasse bietet "Basiskonto" bereits seit einem Jahrzehnt an.

Am 4. Oktober 2006 öffnete die erste Filiale der Zweite Sparkasse in Wien ihre Türen – ein Jahr danach (am 14. September 2007) die Filiale in Innsbruck. Seither haben 350 ehrenamtliche Mitarbeiter österreichweit über 15.000 Konten für Kunden eröffnet, die bei keiner anderen Bank ein Konto erhalten hätten. 3.000 Menschen sind in diesem Zeitraum wieder von der Zweite Sparkasse erfolgreich zu einer anderen Bank gewechselt. Das Angebot für die derzeit 8.000 Kunden erweitert sich nun um ein „Betreutes Konto“ in Kooperation mit der Schuldnerberatung und ein „Unbefristetes Konto“ mit intensiver Beratung.


Vorreiter in der Branche

Mit dem ersten „Basiskonto“ in Österreich 2006 wurde einer breiteren Öffentlichkeit bewusst: Ein Bankkonto ist notwendiger Teil der Infrastruktur, die ein Mensch braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Überweisungen von Gehalt, Miete oder Energie sind ohne Bankverbindung kompliziert, teuer oder nahezu unmöglich. Nun ist pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der Zweite Sparkasse das Thema unfreiwillige Kontolosigkeit vom Gesetzgeber mit einem Rechtsanspruch auf ein Konto beantwortet worden.


Soziales Engagement

Ab dem 18. September 2016 haben alle Bürger in Österreich und der EU Anrecht auf ein einfaches Habenkonto zu einem Preis von max. EUR 80. Niemand darf zurückgewiesen werden. Die Zweite Sparkasse ist von dieser Regelung ausgenommen. Ihre besondere Rolle bei der Unterstützung von Menschen in finanziellen Schwierigkeiten wird vom Gesetzgeber anerkannt, ebenso die Tatsache, dass die Zweite nur von freiwilligen Mitarbeitern betrieben wird und keine Gewinnabsicht hat.
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