07.12.2017, 15:29 Uhr

ÖGB-Tirol: Maßnahmen für höhere Löhne sind dringend notwendig

ÖGB-Tirol / Wohlgemuth: Vom Mindestlohn in Höhe von 1.700€ würde Tirol profitieren. (Foto: ÖGB Tirol / Tom Bause)

Trotz Wirtschaftswachstum sind die Löhne in Tirol nach wie vor niedrig. Ein Mindestlohn von 1700 Euro würde hier entgegenwirken.

TIROL. In Tirol sind die Löhne trotz Wirtschaftswachstums vergleichsweise niedrig. Aus diesem Grund bräuchte man in Tirol Maßnahmen um dem entgegenzuwirken.

Maßnahmen für höhere Löhne benötigt

Um bessere Bezahlung in Tirol zu erreichen bräuchte es eine Politik für Wachstum und Beschäftigung, die soziale Sicherheit gibt, neue Betriebsansiedelungen und einen Branchenmix, so Tirols ÖGB-Vorsitzenden Philip Wohlgemuth: "Die Löhne in Tirol liegen innerhalb Österreichs an viertletzter Stelle, die Immobilienpreise dagegen an zweiter Stelle. Die Politik muss mehr Initiativen setzen." Die geringen Einkommen führen auch zu einer geringeren Kaufkraft. So ist Tirol hier Schlusslicht und belegt österreichweit den letzten Platz.

Verbesserung der wirtschaftlichen Lage

Neben einer Einführung eines Mindestlohns, von dem gerade die TirolerInnen stark profitieren würden, wäre eine Änderung der Branchenstruktur und die Eindämmung von Teilzeitjobs wichtig. Dadurch würde sich auch die Kaufkraft erhöhen. Weiters müsste auch die Bildung, die Infrastruktur und die öffentliche Daseinsvorsorge wieder in den Vordergrund rücken. "Es ist unerlässlich, dass die Politik in soziale Infrastruktur, etwa im Bereich der Pflege und der Bildung investiert. So können neue, gute Jobs geschaffen werden und man investiert sozusagen doppelt.", so Philip Wohlgemuth.

Trotz Arbeit von Armut bedroht

In Tirol sind viele Menschen in Niedriglohnbranchen beschäftigt. Gerade Frauen fallen häufig in die Kategorie der Working Poor. Das heißt, sie sind trotz einer Vollzeitbeschäftigung armutsgefähdet. "Wenn Menschen trotz Arbeit armutsgefährdet sind, müssen bei der Politik alle Alarmglocken schrillen!“, warnt Wohlgemuth. Auch jene Menschen, die in Teilzeit arbeiten sind häufig von Armut und Altersarmut bedroht. Vor allem Frauen arbeiten in Teilzeit. Ein Grund für diese Teilzeittätigkeiten ist häufig das Fehlen von Rahmenbedingungen für eine Vollzeitbeschäftigung. Es bräuchte daher Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf .

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