29.09.2017, 12:52 Uhr

Seefelder Tourismusgespräche 2017: Inputs für den Tiroler Tourismus

Veranstalter und Vortragende Dr. Johannes Ortner (Vorstand RLB Tirol), Mag. Claudia Muigg (Vortragende, Die Beraterinnen), Mag. Rudolf Kirchmair (RB Seefeld), Dir. Mag. Horst Mayr (RB Seefeld) (Foto: Tanja Cammerlander)
SEEFELD (cia). Am Donnerstag, dem 28. September, fanden im ausverkauften Olympia-, Sport- und Kongresszentrum die zweiten Seefelder Tourismusgespräche statt. Dieses Jahr traf sich eine besonders prominent besetzte Expertenrunde (Starhotelier Klaus Kobjoll, Jugendforscher Philipp Ikrath und Upstalsboomerin Marie Koch u.v.m.) und präsentierte Strategien für die Mitarbeiter von morgen.

Klischee und Wirklichkeit der sogenannten „Generation-Y“

Oft wird behauptet die Generation-Y (also die heute 14- bis 24-Jährigen) sei beruflich flexibel, welterfahren, und vor allem an Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung interessiert. Laut Jugendforscher Philipp Ikrath ist dies eine grobe Verallgemeinerung, denn der Großteil der Jugendlichen strebt immer noch nach greifbareren Dingen wie einer festen Anstellung und finanzieller Sicherheit. Was jedoch die meisten Jugendlichen gemein haben ist die Furcht vor dem sozialen Abstieg. Trotzdem ist Geld alleine auf Dauer keine verlässliche Motivationsquelle.

Mitarbeiter bestimmen ihr Gehalt selbst

Doch wie lassen sich Mitarbeiter motivieren und wie aktiviert man ihr Potenzial? Im Schindlerhof von Klaus Kobjoll beginnt die Motivation schon vor der Einstellung. Weit wichtiger als Referenzen und Zeugnisse ist ihm die ehrliche Begeisterung für den Beruf. Denn nur wer selbst begeistert ist kann auch die Gäste begeistern. Bewerber gibt es im Schindlerhof viele, denn hier dürfen die Mitarbeiter nicht nur demokratisch über Ihre Dienstpläne abstimmen, sondern sie stimmen auch darüber ab wer, wieviel verdienen soll. Das gibt es so nirgendwo sonst, aber der Erfolg scheint Klaus Kobjoll rechtzugeben.

Das Recht in der Arbeit Leben zu dürfen

Stellvertretend für Bodo Janssen präsentierte Marie Koch den Upstalsboom-Weg. In den Hotels der gleichnamigen Kette gilt das Motto auch Arbeitszeit ist Lebenszeit. Das bedeutet Begegnungen auf Augenhöhe und die Wertschätzung des Mitarbeiters als Person, nicht nur der seiner erbrachten Leistung. Denn ein Mitarbeiter hat das Recht auch in der Arbeit er selbst sein zu dürfen. Mit dieser neuen Unternehmensphilosophie konnten binnen dreier Jahre die Krankenstände konzernweit halbiert und die Umsätze verdoppelt werden.

Seefelder Tourismusgespräche
 
Die Seefelder Tourismusgespräche fanden heuer bereits zum zweiten Mal statt. Als Langzeitpartner der regionalen Wirtschaft und Hotellerie hat die Raiffeisenbank Seefeld-Leutasch-Reith-Scharnitz diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen um die nachhaltige Entwicklung des Tiroler Tourismus zu fördern und den Touristikern die Möglichkeit zu geben Experten aus ganz Europa in einem entspannten Rahmen zu treffen.

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