07.09.2014, 13:06 Uhr

Therapy! Eine Analyse heimischer Bankgläubigkeit.

Innsbruck: Sonnenschlössel | "Die sind ja für uns da!", hörte man vor einem Jahrzehnt noch oft als Gegenargument zur bankenunabhängigen Beratung durch Finanzfachmänner. Nun sind alle aus dem Finanzsektor per se verdächtig, denn welches Institut mußte seither nicht mehrfach von staatswegen vor der Pleite wegen spekulativer Misswirtschaft gerettet werden? Viele glauben noch heute, die Banken würden nur jenes Geld verleihen, dass sie von den braven Sparern zu treuen Handen verwalten dürfen. Diese heute rührende Vorstellung gründet auf der einstigen Identität des Bänkers als Bank-"Beamter", die vereint mit staatlichen Wohltaten wie dem Bausparen die Autorität des Staates als Marke seriöser Unbestechlichkeit in sich tragen durfte. Wer fragt da schon wie Franz Hörmann, Dirk Müller oder Harald Lesch: " Woher nimmt die Bank eigentlich das Geld für (m)einen Kredit?" Ein anderes psychologisches Moment ist die kundentypische Risikowägung. Patriachal gedacht: Wer wagt, gewinnt! Wachend aber gebietet die Vorsicht als Mutter aller genotypischen Porzellankisten. Wem soll man noch vertrauen, wenn nicht Vater Staat und seinen matriachalen Ablegern, den staatsgeprüften Instituten, den HüteriNNen der Werte? Wer fürchtet sich vorm "bösen" Crash als Börsencrash? Wenn er aber kommt, ist der Informierte im Substanzwert, der ihm frommt...für Innsbruck formiert sich ein Vorzeigemodell für alle Crowd-Funding-Motivierte. Die Sonnenschlössel-Crowd der kommunsozialen Plattform TIROLER FÜR TIROLER: Ein Sparbuchparkplatz plus Rendite.
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